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Anything at all
15.08.1016 - 17:00
Ruby Veil | Gemächer
Trigger: Prostitution | Traumata
Belisarius Caderitor Skadi Lykgaard

Unregistered
Belisarius Caderitor
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User
#3
"Skadi", hauchte er ihr entgegen. Seine Stimme fand einen liebevollen Ton, während ihre Stimme, gleich einem Engelsgesang aus der Ferne, an seine Ohren drang. Es schien fast so, als ob das Schicksal, ihm eine Ewigkeit zu Füßen legen wollte. Belisarius spürte wieder diesen Herzschlag, diese sehnsüchtige Wärme, die seinen Körper durchfuhr, als er sich gewiss wurde, dass dieser Moment real sein konnte. Ihre Rufe verlockten ihn, seine Sorgen bei Seite zu schieben, für diesen Moment, ein anderer zu sein, der keinerlei ewige Maske trug, nicht lügen musste, um zu leben, sondern ein Mensch, der sein Echo in der Zeit besuchte. Seine Augen fanden verloren jenen dämonischen Glanz, jenes Ungemach, was er gegen die Welt richtete, sondern fanden in sich eine Wärme und eine menschliche Zuversicht. Skadi war seine geheime Absolution, seine Erlösung, von dieser verlorenen Welt, die er sein eigen nannte. Sehnsüchtig verweilte er, wie gehalten, als sie hastigem Dringen die Tür öffnete, nachdem er kaum er geklopft hatte. Dort war sie, jene Anbetung, jene Verlockung nach Vergebung in ihren Armen, so dass der Kriegsherr kaum atmen konnte. Doch sein Herz befahl ihm zu leben, so rauschte Blut durch seine Adern und schärfte seinen Blick nur für Skadi. Hier war sie, jener Wunsch und nun Wirklichkeit, dass auch er Träume besaß. Wenn auch dieser Moment vergehen würde, hatte er seine eigene Ewigkeit, denn er gebar jene Gnade, die nur wenigen Menschen wirklich bewusst war. Belisarius liebte Skadi, konnte es nicht eingestehen, nicht zugeben aber er liebte sie, wie nichts auf dieser Welt, denn sie war ihm gleich, gleichgestellt und gleich verloren in dieser okkulten Zeit der Wirren. Gemeinsam war der Verlust, das ständige Streben und gleichzeitig der ständige Versuch sich selbst zu finden, erträglich, gar erlöst. Hier war nichts Böse, hier war nichts mit Hintergedanken gefüllt und hier konnte seine Reue ruhen, sich erklären und aussprechen, was sonst stets ungesagt blieb. Nichts blieb für immer. Doch dies würde bleiben, so wenig unschuldig er auch war, so fand er eine Vergebung hier in ihrem Angesicht, dass er gerade bewunderte, wie schön sie doch war. Belisarius war kein Mann, der sie reduzierte, der sie in Wollust vergaß, sondern er sah Skadis Schönheit in ihrer Gänze. Ihre Augen, ihre Bewegungen, ihre Haare, ihre Hände, ihre Lippen, all das wurde von seinen Augen liebevoll besucht. Doch ihre Freude, welche in ihrem Gesicht ablesbar war, gab ihm jenes Geschenk, was von besonderer Schönheit war.

Ihr Lächeln, ihr Strahlen, welches ihre Seele befreite, gab ihm jenes Gefühl, welches er selten nur kannte und eigentlich nur bei ihr fand. Belisarius sah sie an, streckte seine Hand vorsichtig aus, um diesen Moment zu halten; sie festzuhalten, damit sie nicht entrissen wurde, wie so vieles, um ihn herum. "Skadi," entgegnete er auf ihr Wispern, während sie nach der Hand griff, um ihn hinein zu führen. Belisarius leistete keinen Widerstand, war er doch verfallen und ließ die Welt zurück, die ihm oft nur Schmerz und Pein war. Skadi, eine Meisterin der Schatten, schloss die Tür, verzog den Vorhang und trennte beide von dieser Welt ab, die er hinter sich lassen wollte. Sie war gerecht zu erkennen, was er war und was er brauchte. Belisarius Herz pochte in ihrem Rythmus, während seine Augenlider dezent zitterten, als sich jene frostige Aura ablegte, die ihn sonst stets umgab. Aufregung machte sich breit, unsichere Gedanken entzwangen sich und gaben sich Raum für diese Sinnhaftigkeit. Belisarius war ganz hier, ganz hier für sie und hielt ihre Hand mit dem festen Willen, diese nie mehr loszulassen. Ihr Duft, dieser Ort, und insbesondere ihre Nähe entwirrte seinen Geist, der so getrieben von Plänen innerhalb von Plänen war, dass wenig Platz für den Menschen blieb, der er eigentlich war. All die Schichten aus Grausamkeit, all der Erfahrungen und Verluste, hatten ihn verändert, verwandelt und in eine Rüstung mitsamt Maske gezwungen, die ihm ein Fluch war. Skadi konnte diesen Fluch brechen, da sie gleichsam verflucht war, mit ihrer eigenen Rüstung und Maske. Das Schicksal hatte sie gleich gemacht und vielleicht waren sie die einzigen, die sich wahrlich erlösen konnten. Ihnen blieben nur diese Augenblicken, wo sie jenes Leben sehen konnten, was ihnen sonst verwehrt war. Es war kein reines Begehren, keine Lust, die ihn umfing, sondern eine tiefe Sehnsucht, ein Gefühl des Ankommens, einer echten Zuflucht, wenn er sie anblickte und sie ihn berührte. Skadi zwang ihn in ihre Arme, so dass Belisarius auch hier keinerlei Zurückhaltung zeigte, sondern ließ sich leiten, weil auch ihn eine tiefe Sehnsucht überfiel, als sie sich näher kamen. Ihre Wärme, diese feste Berührung, als sie sich umschlungen, gab ihm jenes Gefühl, welches er nicht einmal beschreiben konnte.

Belisarius wollte keinerlei Raum mehr zwischen sich und ihr, wollte sich ebenso verbinden, wollte bei ihr sein, und alles ausschließen. Es sollte nur sie geben, wie sie hier umschlungen waren, wie fast ein Körper, während sich ihre Seelen berührten. Diese Nähe erlaubte es, machte es unabdingbar, mehr zu wünschen, mehr zu glauben, zu wissen, dass alles echt und wahrhaftig war, was sie teilten. Er beugte sich behutsam vor, um seinen Kopf an ihr Ohr zu bewegen. Mit einer Fingerbewegung strich er ihre langen Haare zurück, während er sich ihrem Ohr näherte. Seine Atmung war ruhig und besonnen. "Für immer dein," sagte er fast tonlos, doch verständlich. Die Worte wurden durch seine Atmung, jenem leisen Ausatmen, getragen und erreichten ihr Ohr, bevor er ihr einen sanftmütigen Kuss auf die Halsseite gab, um im Anschluss seinen Kopf zurück zu nehmen. Die Wärme ihrer Haut verblieb noch kurz auf seinen Lippen, erzeugte ein fast nervös-unschuldiges Lächeln, was gar nicht zum sonst ernsten Mann passte. Er wollte ihr zeigen, musste ihr zeigen, dass sie alles war, was er immer begehrte, was er suchte und auch die Person war, die sein wahres Selbst kannte. Der Teufel war hier weit weniger teuflisch, fast schon ein verlorener Engel, der sich seinen eigenen Himmel erschuf. Kurz fuhr seine Hand über ihren Rücken, sich vergewissernd, dass sie echt war, keinerlei Traum oder Einbildung. Ja, sie war hier. Sie war bei ihm und er war bei ihr.

Seine Hand konnte den Stoff der Seide fühlen, ihren Körper und blieb dann mittig des Rückens stehen. Skadi war froh, dass er hier war. Belisarius nickte eifrig drei malig. Wenn es ihm möglich war, war er hier. Am liebsten wäre er immer bei ihr, würde sie mit sich nehmen und ihr eine andere Welt zeigen, doch beide waren sie Gefangene ihrer Welten. Es gab nur diese Momente, diese Augenblicke,- und das musste genug sein, da mehr dem Schicksal zu viel erscheinen konnte. Belisarius wusste, dass er vieles von der Welt verdorben hatte, sie ihn verdorben hatte aber hier hatte die Welt keinerlei Macht und auch Skadi war befreit, für diesen winzigen Zeitstrahl, den sie teilen konnten und dürften. Alles war in ihren Augen bedeutungslos, wenn er sie anblickte. Alles, was zählte, was Sinn hatte, war hier und in ihren Armen, in dieser Sehnsucht, die begierig alles verdrängte, was ansonsten nur Schmerz bereitete. Belisarius fand in seinem Lächeln und seiner unsicheren Augenführung jene Menschlichkeit, die er sonst nie zeigte. Die Maske zerbarst, wie am Boden zerschellt; heruntergerissen von der einen Wahrheit, die nie wahrhaftig ausgesprochen war: Belisarius liebte Skadi. Er musste es nicht sagen, nicht einmal durch Metaphern zeigen, sondern es lag in jedem Atemzug, in jeder Bewegung und in seinem Blick, den er ihr gab. Doch Belisarius war kein Mann des alleinigen körperlichen Begehrens, so mancher würde der Lust verfallen, doch Belisarius war ein Mann des Geistes und der Sinne, der Nähe nicht nur über Körper definierte. Skadi gab er nicht nur die Hingabe seiner körperlichen Nähe, sondern, weil er sie ganz sah, wirklich anblickte, auch seine Seele, die in seinen Augen manifestiert war. Es war ein tröstender, fürsorglicher und zuwendungsreicher Blick, der nicht gaffte, nicht starrte, sondern ihre Schönheit und ihr Angesicht sanft bewahrte und ihr zurückspiegelte. Für Belisarius war sie keine Hure, sondern ein Mensch, den er liebte. Es war kein Theater des Begehrens notwendig, keinerlei zur Schaustellung von Fantasien oder künstlicher Romanze, wie es Huren sonst taten, denn es war einfach echt. Alles, was sie taten, war getragen von Hingabe, echter Hingabe, die nur jene Menschen verstanden, die ähnlich fühlten und es erleben konnten. Freier, Männer, die an diesen Ort kamen, ohne das wahre Gesicht, die sehenden Augen, würden es nie erfühlen oder erblicken, sondern nur einfältige Lust, ohne etwas daraus gewinnen zu können. Liebe war weitaus mehr als das, mehr als das geteilte Bett, sondern es war Nähe in allen Belangen, in allen Dingen und vor allem im Verständnis füreinander. Belisarius war kein Mann der alleinigen lustvollen Stunde, sondern hier war er nur ein Mann, der ein Herz verschenkte, und dies immer wieder, an die selbe Person. Denn sie hatte es bereits gestohlen, für immer.

Dies war ihre Ewigkeit, dies war das, was sie erbeten und ersehnen konnten, dass ihre Herzen gleich schlugen und Belisarius war dankbar, wirklich demütig, dass er sie finden konnte: seine Skadi. "Die Welt zerbricht," sagte er nachdenklich und lenkte ihre umschlungenen Körper mit sanften Schritten in Richtung der großen Liegefläche, doch noch waren sie davon entfernt. "... aber ich finde dich." Der Heermeister schloss für eine winzige Sekunde die Augen, wollte seinen Geist allein auf sie fokussieren, erspüren, was war und was ist, so dass er erst nach dieser Sekunde seine Augen wieder öffnete. Seine Wangen erröteten, während seine Lippen bebten und doch küsste er sie noch nicht, da es ihm nicht passend erschien, wenn er jetzt nachgeben würde, sich seinem Verlangen ergeben musste, so dass alles andere, was er ihr noch sagen wollte, dahinter verging. Belisarius wollte mit ihr sprechen, reden, ihre Seelen verbinden und nicht ihre Körper. Er wollte einfach bei ihr sein, heute Abend, nachdem ihm klar geworden war, was er bald tun musste und noch tun würde. All die Grausamkeit und Gewalt, die kommen würde, war auch hier nicht ganz vergessen, wenn auch ausgeschlossen. Schnell verdrängte er den Gedanken, wollte das Geschenk der beiden nicht schmälern und so hielt er Skadi, seine Geliebte, noch fester, während seine Augen fest an ihre gebunden waren.
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Anything at all - von Belisarius Caderitor - 05-05-2024, 01:04
RE: Anything at all - von Skadi Lykgaard - 08-05-2024, 22:42
RE: Anything at all - von Belisarius Caderitor - 09-05-2024, 14:32
RE: Anything at all - von Skadi Lykgaard - 15-05-2024, 22:46
RE: Anything at all - von Belisarius Caderitor - 11-06-2024, 00:53
RE: Anything at all - von Skadi Lykgaard - 23-06-2024, 23:46
RE: Anything at all - von Belisarius Caderitor - 05-07-2024, 00:11
RE: Anything at all - von Skadi Lykgaard - 14-07-2024, 22:20
RE: Anything at all - von Belisarius Caderitor - 21-07-2024, 20:19
RE: Anything at all - von Skadi Lykgaard - 28-07-2024, 21:31
RE: Anything at all - von Belisarius Caderitor - 13-09-2024, 22:28
RE: Anything at all - von Skadi Lykgaard - 23-09-2024, 22:10
RE: Anything at all - von Belisarius Caderitor - 18-11-2024, 00:58
RE: Anything at all - von Skadi Lykgaard - 18-12-2024, 23:56

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