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It's been a while, but I'm finding my faith
03.08.1016 - 12:00
Palast der Staffords | Gemächer von Aleena und Leif
Aleena Stelhammer Asleif Sjöberg

December never felt so wrong
Aleena Stelhammer
Winterland - Admin
Alter 21
Beruf Prinzessin
Wohnort Norsteading
Stand Verheiratet
User Nessi
#3
It's been a while, but I'm finding my faith
If everything's good and it's great

Wieder wurde der schlanke Körper der Kronprinzessin durchgeschüttelt, als sich ihr Magen auf links drehte. Dabei war schon längst kein Essen mehr darin, welches Aleena hätte erbrechen können. Ging das nun doch schon seit einigen Tagen so, dass ihr immer wieder übel wurde und sie sich übergeben musste. Es war nur ein Tee, an den sie sich vor wenigen Stunden gewagt hatte, er nun auch wieder fluchtartig ihren Körper verließ. Tief durch die Nase atmend richtete die Blondine sich nach einigen Minuten wieder auf und seufzte leise. Es war anstrengend. Mal abgesehen davon, dass sie sowieso nicht besonders muskulös war, geschweige denn, dass sie besonders viel Fett unter den vielen Schichten ihrer Gewänder versteckt hielt, war es auch emotional ein reinster Spießrutenlauf. Viele ihrer geplanten Termine konnten sie nicht wahrnehmen und wenn doch, dann wollte sie immer in der Nähe ihrer eigenen Gemächer sein. Außerdem machte sie sich langsam Sorgen, dass ihr Körper von einer verheerenden Krankheit befallen wurde. Die Wanderheilerin, die sie damals in Wintergard aufgesucht hat, hat ihr schon gesagt, dass sie zu zerbrechlich sei, um ein Kind auf die Welt bringen zu können. Vielleicht war sie dann auch zu zerbrechlich, um selbst unbeschadet durchs Leben gehen zu können?

Entmutigt ließ die junge Frau die Schultern hängen, wurde sich ihres Standes jedoch wieder schmerzhaft bewusst, als es plötzlich an der Tür klopfte. Auch wenn sie sich überhaupt nicht so fühlte, versuchte sie stolz den Rücken durchzudrücken und den Kopf zu heben. Auch in ihren privaten Gemächern war sie immer noch eine Prinzessin. Eine Prinzessin, die irgendwann einmal die Königin des Winters sein würde. Eine Herrscherin über ein ganzes Land, an der Seite ihres Mannes, der einen konsequenten, strengen, aber sicherlich sehr fairen König abgeben wird. Es gehörte einfach nicht zu ihren Möglichkeiten den Kopf hängen zu lassen. Im wahrsten Sinne des Wortes.
"Herein", rief sie leise in Richtung der schweren Eisentür und hoffte, dass man sie gehört hatte. Für viele Worte hatte sie keine Kraft, schon gar nicht sie besonders laut heraus zu schleudern. Nur wenige Augenblicke später verriet ihr das Knarzen der Holztür jedoch, dass es ausgereicht hat. Wieder ein leises Seufzen. Ceridwen sei Dank, ihre Zofe hatte offenbar eine Heilerin auftreiben können. Für den Bruchteil einer Sekunde fragte sie sich, wo genau das junge Mädchen hingelaufen war, denn die Frau, die nun an ihrer Seite in die privaten Gemächer Aleenas trat, sah nicht so aus, als würde sie hier in der Stadt wohnen.

Obwohl es das vermutlich komplette Gegenteil zu Aleena darstellte, mit ihren langen Haaren, die von keiner Frisur zurecht gehalten wurden, den Schmuckperlen in den einzelnen Strähnen und dem wettergegerbten Gesicht, fühlte sich die Blondine augenblicklich wohl in ihrer Gegenwart. Sie hatte das Gefühl, dass diese Frau wusste, was sie zu tun hatte. Fast hätte sie sie in ihren Gedanken als Art Kräuterhexe bezeichnet - im absolut positiven Sinne! - verbat sich jedoch selbst diesen Gedanken.
Aleena versuchte sich an einem Lächeln - sicher auch, um das selbst heraufbeschworene schlechte Gewissen wieder wett zu machen, dass sie nach diesen unangebrachten Gedankengängen plötzlich heimsuchte.

"Willkommen, Asleif. Ich bin Aleena Stelhammer", stellte sie sich leise vor und neigte respektvoll den Kopf. Ohne Umschweifen kam die Ältere jedoch direkt zum Thema. Sie war ganz anders als die Heilerin damals in Wintergard. Viel verschrobener und direkter. Obwohl Aleena den Namen der jungen Frau vergessen hatte, wird sie nie vergessen, wie diese Heilerin ihr die Augen geöffnet hatte, weil sie sich offenbar als einzige getraut hat, ihr die Wahrheit ins Gesicht zu schleudern. Wie sie mit ihrem Weidenkorb auf dem Rücken, der gefühlt fast so groß war wie sie selbst in ihr Zimmer kam und augenblicklich diese Ruhe verströmte. Aleena war beinahe ein kleines bisschen enttäuscht, dass es nicht wieder die selbe Wanderheilerin wie damals war, doch sie hatte auch schon vorher gewusst, dass es sehr unwahrscheinlich war sie noch einmal zu sehen.

"Seit einigen Tagen stehe ich jeden Morgen mit dieser Übelkeit auf und behalte kaum Essen bei mir", flüsterte sie leise. Es war ihr unangenehm so ungeniert vor jemandem zu sprechen, den sie überhaupt nicht kannte, aber sie wusste um das Prozedere. Die Hoffnung, dass diese Frau ihr etwas geben konnte, was dieses Erbrechen endlich stoppen würde, war größer als jede Scham. "Egal, was ich esse oder trinke. Ich kann nichts bei mir behalten. Aber Fieber habe ich keins", antwortete sie wahrheitsgetreu und spürte wenige Sekunden später schon die Hand auf der Stirn. Okay okay, dann waren sie nun also auch über die 'wir fassen uns nicht an'-Beziehung hinaus. So war das wohl mit Heilerinnen. Gut, dass es immerhin meistens Frauen waren, die dieser Berufung nach gingen, sonst hätte Aleena vermutlich ein Problem bekommen. "Bitte", murmelte sie leise und hielt sich mit einer Hand den Bauch. "Könnt Ihr mir irgendwelche Kräuter geben, die mir helfen?".
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RE: It's been a while, but I'm finding my faith - von Asleif Sjöberg - 09-06-2024, 13:20
RE: It's been a while, but I'm finding my faith - von Aleena Stelhammer - 22-06-2024, 16:58
RE: It's been a while, but I'm finding my faith - von Asleif Sjöberg - 18-07-2024, 10:22

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