01-07-2024, 22:06 - Wörter:
Der Schluck aus dem Becher schien Rory Beweis genug zu sein, dass sein Ziehbruder keine bösen Absichten hatte. Dennoch fragte sich Gareth, warum Rory überhaupt Zweifel hegte – schließlich waren sie wie leibliche Brüder zusammen aufgewachsen. Rory jedoch hatte die Wirkung mancher Pulver selbst erlebt, was seine Vorsicht vielleicht doch nachvollziehbar machte. Ein gewisses Maß an Misstrauen konnte nicht schaden.
Als Gareth scherzhaft bemerkte, dass sie nun beide sterben würden, antwortete Rory ernst, dass es tragisch wäre, wenn Gareth plötzlich sterben würde, und sah ihn dabei eindringlich an. Gareth wollte mit einem ebenso flapsigen Kommentar reagieren, aber Rorys ernster Ton und Blick hielten ihn davon ab. Es war klar, dass Rory es ernst meinte.
Gareth schloss den Mund, erwiderte Rorys Blick und räusperte sich, bevor er ihm den Becher zurückgab. Rory trank ihn in einem Zug aus, was Gareth etwas beunruhigte. Doch kurz darauf war Rory wieder der Alte und spielte den harten Mann. Zum Glück schien das Pulver seine Wirkung zu zeigen, und der Sohn des Fürsten konnte sich entspannen, während seine Schmerzen nachließen.
Rory bat Gareth, ihm beim Ausziehen zu helfen, und dieser kam der Bitte sofort nach. Rory bedankte sich, und Gareth nickte nur stumm, erleichtert, dass Rory ihm so weit vertraute. Er erklärte Rory, welche Pflanze in der Salbe enthalten war, um weiteres Misstrauen zu vermeiden. In diesem Moment war Gareth seiner Mutter besonders dankbar, die ihm bei ihren ausgedehnten Spaziergängen immer mehr von der faszinierenden Welt der Pflanzenkunde beigebracht hatte. Gareth lernte mit Begeisterung, was auch seine Mutter, Alys, erfreute. Sie war stets gern bereit, ihrem Sohn bei ihren nächsten Besuchen Tinkturen, Salben oder Pulver mitzubringen.
„Alles gut, Euer Gnaden. Dafür bin ich ja da“, sagte Gareth auf Rorys Kommentar, dass er sich bisher nicht für Pflanzen interessiert hatte, und es auch nicht nötig gewesen war. Als Rory vorschlug, Gareth solle das beruflich machen und dabei scherzte, dass es nur für ihn sein sollte, musste Gareth lachen. „Das wäre wohl ein sehr exklusiver Service“, antwortete er grinsend. „Aber keine Sorge, ich konzentriere mich ganz auf dich. Niemand sonst bekommt diese besondere Behandlung.“
Er verstummte und rieb vorsichtig die Salbe auf Rorys Rücken. Eine Sache, die Rory gesagt hatte, ließ ihn allerdings nicht los, sodass er schließlich fragte: „Hast du das ernst gemeint vorhin? Würdest du mich vermissen, wenn ich fort wäre?“
Als Gareth scherzhaft bemerkte, dass sie nun beide sterben würden, antwortete Rory ernst, dass es tragisch wäre, wenn Gareth plötzlich sterben würde, und sah ihn dabei eindringlich an. Gareth wollte mit einem ebenso flapsigen Kommentar reagieren, aber Rorys ernster Ton und Blick hielten ihn davon ab. Es war klar, dass Rory es ernst meinte.
Gareth schloss den Mund, erwiderte Rorys Blick und räusperte sich, bevor er ihm den Becher zurückgab. Rory trank ihn in einem Zug aus, was Gareth etwas beunruhigte. Doch kurz darauf war Rory wieder der Alte und spielte den harten Mann. Zum Glück schien das Pulver seine Wirkung zu zeigen, und der Sohn des Fürsten konnte sich entspannen, während seine Schmerzen nachließen.
Rory bat Gareth, ihm beim Ausziehen zu helfen, und dieser kam der Bitte sofort nach. Rory bedankte sich, und Gareth nickte nur stumm, erleichtert, dass Rory ihm so weit vertraute. Er erklärte Rory, welche Pflanze in der Salbe enthalten war, um weiteres Misstrauen zu vermeiden. In diesem Moment war Gareth seiner Mutter besonders dankbar, die ihm bei ihren ausgedehnten Spaziergängen immer mehr von der faszinierenden Welt der Pflanzenkunde beigebracht hatte. Gareth lernte mit Begeisterung, was auch seine Mutter, Alys, erfreute. Sie war stets gern bereit, ihrem Sohn bei ihren nächsten Besuchen Tinkturen, Salben oder Pulver mitzubringen.
„Alles gut, Euer Gnaden. Dafür bin ich ja da“, sagte Gareth auf Rorys Kommentar, dass er sich bisher nicht für Pflanzen interessiert hatte, und es auch nicht nötig gewesen war. Als Rory vorschlug, Gareth solle das beruflich machen und dabei scherzte, dass es nur für ihn sein sollte, musste Gareth lachen. „Das wäre wohl ein sehr exklusiver Service“, antwortete er grinsend. „Aber keine Sorge, ich konzentriere mich ganz auf dich. Niemand sonst bekommt diese besondere Behandlung.“
Er verstummte und rieb vorsichtig die Salbe auf Rorys Rücken. Eine Sache, die Rory gesagt hatte, ließ ihn allerdings nicht los, sodass er schließlich fragte: „Hast du das ernst gemeint vorhin? Würdest du mich vermissen, wenn ich fort wäre?“
