21-07-2024, 20:19 - Wörter:
Belisarius fand sich in einem surrealen Moment wieder. Nicht, dass er es nicht erwartet hatte aber immer wieder war es wundersam, welchen Zauber beide hier wirken konnten. Alle Sorgen schienen fern und verschwommen, wie von einem duften Wachs umschlossen. Oft war es ihm schwer gefallen, Gedanken aufzugeben, unangenehme Ängste nicht zu pflegen und sich ganz dem Augenblick hinzugeben. Belisarius konnte sich niemals fallen lassen, da er sich darum sorgte, letztlich auseinander zu fallen und die Trümmer seiner Persönlichkeit mit eisernem Willen aufkehren zu müssen. Ihre Blicke verwirrten seinen doch so festen Geist, zerbrachen jene Fenster, die er fest verschlossen hatte und offenbarte, dass er auch nur ein gefallener Mensch war. All seine dämonische Macht, seine teuflischen Pläne, alles, nur ein Schauspiel, um zu verschleiern, wie verloren er sich fühlte. Einsamkeit war das schleichende Gift, welches jedwede Hoffnung verdarb. Skadi war die Heilung, jenes Gegengift, welches er nicht immer brav zu sich nahm. Die Vergangenheit hatte hier weniger Macht und auch Skadi konnte jenen Zauber finden, der nicht nur Begehren war. Stück für Stück setzten sie sich wieder zu Menschen zusammen, schufen sich neu, mit jedem Akt der Liebe und Hingabe.
Belisarius liebte Skadi. Er liebte sie, so dass diese Liebe jene menschlichen Funken bewahrte, dass er nicht dem Wahnsinn der Ambition völlig erlag. Sie trennte ihn davon ab, umschmeichelte nicht nur mit ihrer Schönheit und Leidenschaft seine Seelenhunger, sondern gab ihm jene Erlösung, die er stets fern suchte und niemals außerhalb ihrer Arme gefunden hatte. Zeit war ihr gemeinsamer Schatz, den sie am nächsten Morgen, wieder vermissen würden. Belisarius glaubte fest daran, dass ihre Zeit immer begrenzt sein musste, da sei ansonsten in einem falschen Himmel vergehen würde, da ihre verlorenen Seelen nicht zu lange im Glück leben konnten. Zu verdorben hatte sie ihre Vergangenheit, ihre Erinnerungen waren zu sehr Last, so dass sie jemals wahrlich dauerhaftes Glück ertragen konnten. Belisarius wusste um sich, die gemeinsame Zeit mit seiner Skadi, an die er fest glauben wollte. In ihrem Armen fand er die Geborgenheit, die die Welt still machte; und nur ihre Stimmen verweilen ließ. Der verliebte Kriegsherr spürte das Pochen seines Herzens, während sich Schweiß in seinen Händen sammelte, weil ihr Anblick auch in ihm ein nervöses Begehren weckte. Zurückhaltung, nach all den Wundern, die sie ihm gegeben hatte, war schwierig und doch hielt er sich zurück. Er wollte der Leidenschaft und dem wilden Begehren ihres ganzen Selbst nicht nachgeben. Jeder Blick, den sie austauschten, wuchs in Begehrlichkeit an und war begierig darauf, mehr zu sehen, um in der gemeinsamen Vereinigung die Welt endgültig zu verbannen. Doch Belisarius war kein Mann der Wollust, der bloßen hingeworfenen Begierde, sondern ein Mann, der wenn er etwas Gutes fand, dieses bewahren wollte. Sie hatten Zeit und diese Zeit sollte genutzt werden. Ihre Worte, ihr Anblick, all das war Schönheit, die sein ganzes Herz verlangte.
Belisarius spürte fast ihr bebendes Herz, als sie zu ihm hoch sah und sie auch tief in seine Augen blickte. Auch er antwortete ohne Worte mit einem leisen Atmen auf die treibende Sehnsucht, welches zwei Seelen vereinigen wollte. Das Verlangen seine Skadi zu berühren, sie innig zu küssen, sich mit eng ihrem Körper zu verbinden, raubte auch ihm seine Ruhe. Wie von unbekannten Mächten angezogen, wankte sie aus seiner Sicht zurück, folgte seinen liebevoll-begierigen Blicken mit schönen Schritten. Skadi lächelte, was auch ihn lächeln ließ. Sie hielt die Verbindung ihrer Hände und er hatte sich setzen können, ohne ihr direkt völlig zu verfallen. Sein Herz pochte heftig, so dass er inzwischen nicht mehr leugnen konnte, betört zu sein. Er mochte dieses Gefühl einerseits aber fürchtete es auch andererseits, da es offenbarte, dass er hier verletzlich war. Skadi hatte Macht über ihn, wie er Macht über sie hatte. Es war ein gemeinsamer Pakt ihrer Seelen, dass sie sich gegenseitig verwundbar machten, um leben zu können. Ihre Berührung seiner Hände fühlte sich himmlisch an, wie ihre grazilen Finger in seiner Hand lagen und er sie halten konnte, wissend, dass beide ihre Zeit teilten. Belisarius würde bis zu seinem Tod, der früher oder später kommen, darum wissen, dass ihre Liebe alles war, was er als Mensch von sich übrig ließ. Keine politische Macht, keine mächtige Bank, sondern alles, was sein Herz wahrlich am Ende behalten wollte, war diese Liebe. Doch Belisarius hatte in diesem Augenblick alle Mühe seine Sinne nicht völlig an ihre Erscheinung zu verlieren. Der Duft, ihre Aufmachung, ihre Bewegungen, ihre Augen, das wundersame und verführerische Lächeln; all das rief seine Sinne beisammen, wollte mehr einfordern und er wollte mehr geben, doch hielt sich zurück, wohlwissend, dass sein Zeitgefühl und seine Pflicht ihrer gemeinsamen Würde gegenüber mehr abverlangte, als ein lustvolles Nachgeben.
Belisarius beobachtete aufmerksam, nachdem sie seine warme Hand verlassen hatte, wie sie die Teetassen zur Seite gestellt hatte und so waren es nur noch wenige Bewegungen, in denen sie ein kleines Fläschchen aus einem versteckten Wandschrank holte, ehe seine unendliche Schönheit wieder bei ihm war. Gerade im Moment, als er sich anbot, selbst die Stiefel abzulegen, warf sie ihm einen gespielt tadelnden Blick zu. Er brach sofortig seine Bewegung und presste seine Lippen zusammen, wobei er sein liebevolles Lächeln nicht verbergen konnte. Seine Mimik fand eine liebliche Menschlichkeit, die einem Kriegsherren nicht passte aber einem Menschen, der verliebt war. Skadi ließ sich zu seinen Füßen nieder. Belisarius beobachtete, wie ihr wunderschönes Kleid, ihre Figur und Erscheinung, wie Kunst, umzeichnete und ihr nicht nur eine würdige, sondern auch begehrenswerte Darstellung verlieh. Skadi hatte gut gewählt und wusste um die Wirkung von Mode und insbesondere weiblicher Kleidung. Eine gewisse Fantasie reifte in seinem Geiste, die ein seine Augen schärfte. Insbesondere ihre Haare fielen in seinen Blick, die ihr noch weitere Anmut gaben. Fast hätte er seine Hand ausgestreckt, um ihr sensibel durch die Haare zu streichen. Geschickt öffnete die erfahrene Liebeskundige seine Schuhe, stellte sie am Rand der Polsterstatt ab, ebenso seine militärischen Socken, was ihm etwas unangenehm war. Es waren Socken und somit nicht zwingend wohlriechend. Zum Glück überlagerten die hiesigen Düfte seine Scham, so dass er es geschehen ließ, um den Moment nicht zu brechen.
Wieder konnte er nicht vom Anblick ihrer Bewegungen lassen, als sie den Korken des Fläschchen lockerte und sich eine duftende Essenz auf die Handflächen rieb, um ihm damit die soldatischen Füße zu massieren. Es fühlte sich erst seltsam, dann angenehm an, so dass Belisarius kurz zuckte, bevor die Entspannung einsetzte. Seine Füße waren die eines Soldaten und ihre Narben, Wundlinien und auch Hautzustand sprachen ihr eigenes Zeugnis. Belisarius war viel zu Fuß unterwegs und marschierte viel. Kampfer und Minze kribbelten auf seiner Haut und erlaubten tatsächlich Entspannung, die er nun zulassen konnte. "Danke," sagte er und wollte mehr sagen, doch verlor er die Worte, da es seltsam falsch war, jetzt diesen Moment mit Politik zu verderben. Über Krieg zu sprechen, mochte ihm sonst leicht fallen aber in dieser Zeit hier nicht. Skadi war klug, durch ihn in dieser Politik ausgebildet worden, und doch war sie jetzt nicht der richtige Gesprächspartner für diese Gedanken, weil sie ihm bereits eine Zuflucht davon bereitet hatte. Doch er konnte seine Gedanken nur bedingt verleugnen, sie nur verschieben, auf einen späteren Zeitpunkt, wenn die Zuflucht sich gewandelt und auch geöffnet hatte.
Belisarius brauchte stets Macht und Kontrolle über alle Dinge in seinem Leben. Sein Geschick und sein strategisches Denken richteten sich auch nach innen. Doch dieser Augenblick war anders. Es war nicht notwendig, hier nach Kontrolle oder Macht zu streben. Sie sagte etwas, was ihn beruhigte und selbst seiner teuflischen Seite einen neuen Frieden gab, denn sie glaubte an ihn und sie glaubte auch daran, dass er diesen Krieg mit Vernunft und politischem Sachverstand führen konnte. Es wäre gelogen zu sagen, dass Belisarius kein Gewissen hätte. Er verachtete Übermaß und unnötige Gewalt. Politische Handlungen mussten immer Ratio und Vernunft nachweisen, so dass Belisarius niemals willkürlich handeln würde. Der Glauben seiner Skadi befeuerte eine tiefe Gewissheit, dass seine Ambition noch nicht falsch war. Gelegentlich zweifelte er an sich selbst. Skadi sprach ihm ein Gewissen zu und diese einfache Tatsache, schuf eine wahre Erleichterung, denn so sehr wollte er daran glauben, dass alles, was er tat, am Ende gut sein würde. Sie befeuerte seinen Selbstbetrug und erlaubte damit, dass er nicht weiter über den Krieg sprechen musste. Macht und Kontrolle konnten Vernunft besitzen. Belisarius lehnte sich zurück, um sich für eine winzige Sekunde von ihrem zu schönen Anblick zu lösen. Er musste sich ihrem Begehren entziehen, um nicht selbst zu verfallen. Belisarius wollte nicht übergehen, nicht der Lust nachgeben, die sie bereits schürte.
Doch seine Skadi schien es nicht mehr aus zu halten. Er spürte ihr näherkommendes Feuer, ihre anwachsende Wärme und ihre starke Begierde in sämtlicher Essenz ihrer selbst. Dennoch war Belisarius bewusst, dass er recht hatte und sie beide nicht heute darunter leiden sollten. Er senkte seinen Blick wieder hinab, mit fester Absicht, ihr Stand zu halten. Das Herz pochte immer noch heftig, trieb ihm inzwischen Schweiß auf die Stirn, während seine Augenlider im Takt seines Pulses wippten. Sie tat etwas, was unmöglich schien und näherte sich mit einem fließenden Anmut einer wahren Liebesdienerin. Skadi schob mit einer ihr eigenen Eleganz seine Beine auseinander, um zwischen ihnen zu ihm hoch zu steigen, wie ein begieriges Geschöpf aus den tiefen seiner liebessüchtigen Träume. Ihre anmutigen Hände nun neben seinen Schultern abgestützt, fand er nun ihr wunderschönes Gesicht mit all der suchenden weiblichen Sehnsucht direkt vor seinem Gesicht wieder. Ihre Lippen öffneten sich und Belisarius konnte sie nicht mehr abweisen, wollte es auch nicht mehr, da diese Art der Nähe jene Absicht zu Nichte gemacht hatte, nur zu reden. "Wir sind eins", wisperte er als Antwort in ihre Richtung, wobei sich seine Lippen bereits den ihrigen näherten. So vereinigten sich beide in einem leidenschaftlichen Kuss. Belisarius schloss seine Augen und zog seine Skadi mit einem Ruck seiner Arme fest zu sich heran, wobei er den Kuss nicht löste und immer wieder ihre Lippen suchte, um sich nicht mehr von ihr zu trennen. All die Welt verlor sich nun, denn sie wurden eins und fanden so zueinander, wie es nur leidenschaftliches Begehren konnte. Immer mehr wollte er sie spüren und wirklich eins mit ihr werden, so dass ihre Seelen sich berühren konnten und nahezu einen Körper teilten. Während sie sich immer weiter inneinander verschränkten, fand er noch Worte: "Ich bin du und du bist ich... - unsere Leben verbunden." - Und so gab er seine Macht und Kontrolle auf, verschenkte sie fast an Skadi, die nun ganz für diesen Augenblick über ihn verfügen konnte.
Belisarius liebte Skadi. Er liebte sie, so dass diese Liebe jene menschlichen Funken bewahrte, dass er nicht dem Wahnsinn der Ambition völlig erlag. Sie trennte ihn davon ab, umschmeichelte nicht nur mit ihrer Schönheit und Leidenschaft seine Seelenhunger, sondern gab ihm jene Erlösung, die er stets fern suchte und niemals außerhalb ihrer Arme gefunden hatte. Zeit war ihr gemeinsamer Schatz, den sie am nächsten Morgen, wieder vermissen würden. Belisarius glaubte fest daran, dass ihre Zeit immer begrenzt sein musste, da sei ansonsten in einem falschen Himmel vergehen würde, da ihre verlorenen Seelen nicht zu lange im Glück leben konnten. Zu verdorben hatte sie ihre Vergangenheit, ihre Erinnerungen waren zu sehr Last, so dass sie jemals wahrlich dauerhaftes Glück ertragen konnten. Belisarius wusste um sich, die gemeinsame Zeit mit seiner Skadi, an die er fest glauben wollte. In ihrem Armen fand er die Geborgenheit, die die Welt still machte; und nur ihre Stimmen verweilen ließ. Der verliebte Kriegsherr spürte das Pochen seines Herzens, während sich Schweiß in seinen Händen sammelte, weil ihr Anblick auch in ihm ein nervöses Begehren weckte. Zurückhaltung, nach all den Wundern, die sie ihm gegeben hatte, war schwierig und doch hielt er sich zurück. Er wollte der Leidenschaft und dem wilden Begehren ihres ganzen Selbst nicht nachgeben. Jeder Blick, den sie austauschten, wuchs in Begehrlichkeit an und war begierig darauf, mehr zu sehen, um in der gemeinsamen Vereinigung die Welt endgültig zu verbannen. Doch Belisarius war kein Mann der Wollust, der bloßen hingeworfenen Begierde, sondern ein Mann, der wenn er etwas Gutes fand, dieses bewahren wollte. Sie hatten Zeit und diese Zeit sollte genutzt werden. Ihre Worte, ihr Anblick, all das war Schönheit, die sein ganzes Herz verlangte.
Belisarius spürte fast ihr bebendes Herz, als sie zu ihm hoch sah und sie auch tief in seine Augen blickte. Auch er antwortete ohne Worte mit einem leisen Atmen auf die treibende Sehnsucht, welches zwei Seelen vereinigen wollte. Das Verlangen seine Skadi zu berühren, sie innig zu küssen, sich mit eng ihrem Körper zu verbinden, raubte auch ihm seine Ruhe. Wie von unbekannten Mächten angezogen, wankte sie aus seiner Sicht zurück, folgte seinen liebevoll-begierigen Blicken mit schönen Schritten. Skadi lächelte, was auch ihn lächeln ließ. Sie hielt die Verbindung ihrer Hände und er hatte sich setzen können, ohne ihr direkt völlig zu verfallen. Sein Herz pochte heftig, so dass er inzwischen nicht mehr leugnen konnte, betört zu sein. Er mochte dieses Gefühl einerseits aber fürchtete es auch andererseits, da es offenbarte, dass er hier verletzlich war. Skadi hatte Macht über ihn, wie er Macht über sie hatte. Es war ein gemeinsamer Pakt ihrer Seelen, dass sie sich gegenseitig verwundbar machten, um leben zu können. Ihre Berührung seiner Hände fühlte sich himmlisch an, wie ihre grazilen Finger in seiner Hand lagen und er sie halten konnte, wissend, dass beide ihre Zeit teilten. Belisarius würde bis zu seinem Tod, der früher oder später kommen, darum wissen, dass ihre Liebe alles war, was er als Mensch von sich übrig ließ. Keine politische Macht, keine mächtige Bank, sondern alles, was sein Herz wahrlich am Ende behalten wollte, war diese Liebe. Doch Belisarius hatte in diesem Augenblick alle Mühe seine Sinne nicht völlig an ihre Erscheinung zu verlieren. Der Duft, ihre Aufmachung, ihre Bewegungen, ihre Augen, das wundersame und verführerische Lächeln; all das rief seine Sinne beisammen, wollte mehr einfordern und er wollte mehr geben, doch hielt sich zurück, wohlwissend, dass sein Zeitgefühl und seine Pflicht ihrer gemeinsamen Würde gegenüber mehr abverlangte, als ein lustvolles Nachgeben.
Belisarius beobachtete aufmerksam, nachdem sie seine warme Hand verlassen hatte, wie sie die Teetassen zur Seite gestellt hatte und so waren es nur noch wenige Bewegungen, in denen sie ein kleines Fläschchen aus einem versteckten Wandschrank holte, ehe seine unendliche Schönheit wieder bei ihm war. Gerade im Moment, als er sich anbot, selbst die Stiefel abzulegen, warf sie ihm einen gespielt tadelnden Blick zu. Er brach sofortig seine Bewegung und presste seine Lippen zusammen, wobei er sein liebevolles Lächeln nicht verbergen konnte. Seine Mimik fand eine liebliche Menschlichkeit, die einem Kriegsherren nicht passte aber einem Menschen, der verliebt war. Skadi ließ sich zu seinen Füßen nieder. Belisarius beobachtete, wie ihr wunderschönes Kleid, ihre Figur und Erscheinung, wie Kunst, umzeichnete und ihr nicht nur eine würdige, sondern auch begehrenswerte Darstellung verlieh. Skadi hatte gut gewählt und wusste um die Wirkung von Mode und insbesondere weiblicher Kleidung. Eine gewisse Fantasie reifte in seinem Geiste, die ein seine Augen schärfte. Insbesondere ihre Haare fielen in seinen Blick, die ihr noch weitere Anmut gaben. Fast hätte er seine Hand ausgestreckt, um ihr sensibel durch die Haare zu streichen. Geschickt öffnete die erfahrene Liebeskundige seine Schuhe, stellte sie am Rand der Polsterstatt ab, ebenso seine militärischen Socken, was ihm etwas unangenehm war. Es waren Socken und somit nicht zwingend wohlriechend. Zum Glück überlagerten die hiesigen Düfte seine Scham, so dass er es geschehen ließ, um den Moment nicht zu brechen.
Wieder konnte er nicht vom Anblick ihrer Bewegungen lassen, als sie den Korken des Fläschchen lockerte und sich eine duftende Essenz auf die Handflächen rieb, um ihm damit die soldatischen Füße zu massieren. Es fühlte sich erst seltsam, dann angenehm an, so dass Belisarius kurz zuckte, bevor die Entspannung einsetzte. Seine Füße waren die eines Soldaten und ihre Narben, Wundlinien und auch Hautzustand sprachen ihr eigenes Zeugnis. Belisarius war viel zu Fuß unterwegs und marschierte viel. Kampfer und Minze kribbelten auf seiner Haut und erlaubten tatsächlich Entspannung, die er nun zulassen konnte. "Danke," sagte er und wollte mehr sagen, doch verlor er die Worte, da es seltsam falsch war, jetzt diesen Moment mit Politik zu verderben. Über Krieg zu sprechen, mochte ihm sonst leicht fallen aber in dieser Zeit hier nicht. Skadi war klug, durch ihn in dieser Politik ausgebildet worden, und doch war sie jetzt nicht der richtige Gesprächspartner für diese Gedanken, weil sie ihm bereits eine Zuflucht davon bereitet hatte. Doch er konnte seine Gedanken nur bedingt verleugnen, sie nur verschieben, auf einen späteren Zeitpunkt, wenn die Zuflucht sich gewandelt und auch geöffnet hatte.
Belisarius brauchte stets Macht und Kontrolle über alle Dinge in seinem Leben. Sein Geschick und sein strategisches Denken richteten sich auch nach innen. Doch dieser Augenblick war anders. Es war nicht notwendig, hier nach Kontrolle oder Macht zu streben. Sie sagte etwas, was ihn beruhigte und selbst seiner teuflischen Seite einen neuen Frieden gab, denn sie glaubte an ihn und sie glaubte auch daran, dass er diesen Krieg mit Vernunft und politischem Sachverstand führen konnte. Es wäre gelogen zu sagen, dass Belisarius kein Gewissen hätte. Er verachtete Übermaß und unnötige Gewalt. Politische Handlungen mussten immer Ratio und Vernunft nachweisen, so dass Belisarius niemals willkürlich handeln würde. Der Glauben seiner Skadi befeuerte eine tiefe Gewissheit, dass seine Ambition noch nicht falsch war. Gelegentlich zweifelte er an sich selbst. Skadi sprach ihm ein Gewissen zu und diese einfache Tatsache, schuf eine wahre Erleichterung, denn so sehr wollte er daran glauben, dass alles, was er tat, am Ende gut sein würde. Sie befeuerte seinen Selbstbetrug und erlaubte damit, dass er nicht weiter über den Krieg sprechen musste. Macht und Kontrolle konnten Vernunft besitzen. Belisarius lehnte sich zurück, um sich für eine winzige Sekunde von ihrem zu schönen Anblick zu lösen. Er musste sich ihrem Begehren entziehen, um nicht selbst zu verfallen. Belisarius wollte nicht übergehen, nicht der Lust nachgeben, die sie bereits schürte.
Doch seine Skadi schien es nicht mehr aus zu halten. Er spürte ihr näherkommendes Feuer, ihre anwachsende Wärme und ihre starke Begierde in sämtlicher Essenz ihrer selbst. Dennoch war Belisarius bewusst, dass er recht hatte und sie beide nicht heute darunter leiden sollten. Er senkte seinen Blick wieder hinab, mit fester Absicht, ihr Stand zu halten. Das Herz pochte immer noch heftig, trieb ihm inzwischen Schweiß auf die Stirn, während seine Augenlider im Takt seines Pulses wippten. Sie tat etwas, was unmöglich schien und näherte sich mit einem fließenden Anmut einer wahren Liebesdienerin. Skadi schob mit einer ihr eigenen Eleganz seine Beine auseinander, um zwischen ihnen zu ihm hoch zu steigen, wie ein begieriges Geschöpf aus den tiefen seiner liebessüchtigen Träume. Ihre anmutigen Hände nun neben seinen Schultern abgestützt, fand er nun ihr wunderschönes Gesicht mit all der suchenden weiblichen Sehnsucht direkt vor seinem Gesicht wieder. Ihre Lippen öffneten sich und Belisarius konnte sie nicht mehr abweisen, wollte es auch nicht mehr, da diese Art der Nähe jene Absicht zu Nichte gemacht hatte, nur zu reden. "Wir sind eins", wisperte er als Antwort in ihre Richtung, wobei sich seine Lippen bereits den ihrigen näherten. So vereinigten sich beide in einem leidenschaftlichen Kuss. Belisarius schloss seine Augen und zog seine Skadi mit einem Ruck seiner Arme fest zu sich heran, wobei er den Kuss nicht löste und immer wieder ihre Lippen suchte, um sich nicht mehr von ihr zu trennen. All die Welt verlor sich nun, denn sie wurden eins und fanden so zueinander, wie es nur leidenschaftliches Begehren konnte. Immer mehr wollte er sie spüren und wirklich eins mit ihr werden, so dass ihre Seelen sich berühren konnten und nahezu einen Körper teilten. Während sie sich immer weiter inneinander verschränkten, fand er noch Worte: "Ich bin du und du bist ich... - unsere Leben verbunden." - Und so gab er seine Macht und Kontrolle auf, verschenkte sie fast an Skadi, die nun ganz für diesen Augenblick über ihn verfügen konnte.
