18-08-2024, 18:00 - Wörter:
Warum war es immer so schwer mit diesen beschissenen Gefühlen? Rory würde manchmal am liebsten schreien und dann weinend irgendwo zusammenbrechen, aber er durfte nicht. Aggressiv sein durfte er. Traurig nicht. Wut war besser als Trauer. Zumindest um bei seinem Vater zu überleben. Dabei wollte er auch einfach nur mal in den Arm genommen und geliebt werden. Er wollte und brauchte Zuwendung. Jemand der ihm irgendetwas gab. Irgendetwas Positives. Schon lange hatte er nicht mehr das Gefühl von überhaupt irgendjemanden geliebt zu werden. Nicht kameradschaftliche Liebe. Ehrliche, reine, familiäre Liebe. Seine geflüsterten Worte wurden verstanden und er war sich nicht sicher ob es schlecht war oder vielleicht auch besser so das Ana sie gehört hatte.
Ihre Worte konnte er nicht unkommentiert lassen. Schnell wischte er sich ein paar Tränen weg die ihm bei ihren Worten gekommen waren und räusperte sich.
"Ach ja? Ich bin ein Arschloch. Ich bin schlecht gelaunt und lasse meine ganze Laune an euch aus. Wir kommen doch alle drei schlecht miteinander klar. Nenne mir einen Grund warum ihr mich lieben solltet! Nur einen und ich bin ruhig", wollte er es dann wissen und seine Stimme war bestimmt. Rory behandelte sie absolut scheiße und sie stritten sich auch immer viel miteinander. Seine Schwester waren nicht dumm. Warum sollten sie so eine Person denn lieben? Da würde bei den beiden doch etwas falsch laufen. Denn er machte die Fehler. Nicht sie. Auch wenn er sich das sonst nicht eingestand.
"Außerdem werden wir von ihm keine Liebe bekommen. Er ist nicht mal in der Lage dazu irgendetwas zu fühlen. Er hasst uns und wenn er nicht auf Kinder angewiesen wäre dann hätte er uns sicherlich schon längst irgendwo ausgesetzt oder so etwas", war er sich dann sicher. Er wollte Tiarnan's Liebe. Er sehnte sich so sehr danach und er wollte ihm gefallen. Rory wollte ihm zeigen wer er war und dass es Grund gab ihn zu lieben. Nur damit machte er es wohl nur noch schlimmer. So versuchte er das auch immer bei seinen Schwestern. Klappte nur nie. Einmal fuhr er sich durchs Haar und seufzte.
"Aber warum erzähle ich dir das überhaupt? Ihr versteht das eh nicht", fing er dann auch gleich wieder an abzublocken.
Denn ihm waren das wesentlich zu viel Gefühle und er war so so überfordert mit der Situation. Jederzeit könnten sie beobachtet werden und wenn sein Vater erfuhr dass er so drauf war.....Rory musste sich jetzt schon am besten etwas überlegen wie er sich ihm entgegensetzen konnte....und das war ziemlich anstrengend. Es tat gut so gehalten zu werden und als Ana sich von ihm löste, sah er sie mit einem enttäuschten Blick an. Für einen Moment.
"Ihr sagt mit ständig dass ich aufhören soll mit ihm zu streiten, aber ich kann das nicht. Er kann nicht so mit uns umspringen wie er das will und ich will gesehen werden Ana. Ich will von ihm gesehen werden. Ich existiere. Ich bin keine Luft. Er soll mich wahrnehmen. Wenn ich dafür mit ihm streiten muss dann mache ich das. Wenn ich es vermeiden wollen würde dann würde ich aufgeben. Dann wäre ich wieder niemand. Wie ich es schon die ganze Zeit bin. Der einzige Grund warum er mich noch nicht totgeschlagen hat ist einzig und allein der weil er einen Erben braucht! Aus keinem anderen Grund habe ich hier eine Daseinsberechtigung. Was ist falsch daran von seinem Vater beachtet und geliebt werden zu wollen?", fuhr er sie laut an und hatte wieder angefangen zu weinen. Er raufte sich die Haare und lief ein paar Schritte.
Das war doch alles nicht so einfach für ihn wie sich das seine Schwester vorstellte. Er kam hier nie wieder raus. Also musste er irgendetwas tun um zu überleben. Rory mochte Thordis nicht. Nicht wegen ihr persönlich sondern weil sie seinem Vater weitere Söhne schenken könnte, die irgendwann seinen Platz einnehmen könnten. Irgendwann hätte sein Vater keine Verwendung mehr für ihn und das durfte Rory nicht zulassen. Er musste immer präsent sein. Musste immer deutlich machen dass er hier war. Er war der Prinz dieser Stadt. Der zukünftige Fürst und das durfte man ihm nicht auch noch wegnehmen. Wer würde ihn denn dann noch wollen wenn er ein Niemand wäre?
Ana sagte ihm jetzt wieder dass er den Worten ihres Vaters nicht glauben sollte.
"Glaubst du nicht auch manchmal das was er sagt? Nicht über Mutter aber über andere Dinge? Schafft er es nicht immer mehr uns drei auseinander zu reißen? Einen Keil zwischen uns zu treiben? Zwischen dich, Muri und mich? Erkennst du das nicht?"
Seine Stimme brach. War ruhig und leise gewesen. Er hatte keine Lust und keine Kraft mehr um jetzt zu streiten oder gut zu argumentieren. Punkt für Ana. Wieder fuhr er sich durchs Haar.
Ihre Worte konnte er nicht unkommentiert lassen. Schnell wischte er sich ein paar Tränen weg die ihm bei ihren Worten gekommen waren und räusperte sich.
"Ach ja? Ich bin ein Arschloch. Ich bin schlecht gelaunt und lasse meine ganze Laune an euch aus. Wir kommen doch alle drei schlecht miteinander klar. Nenne mir einen Grund warum ihr mich lieben solltet! Nur einen und ich bin ruhig", wollte er es dann wissen und seine Stimme war bestimmt. Rory behandelte sie absolut scheiße und sie stritten sich auch immer viel miteinander. Seine Schwester waren nicht dumm. Warum sollten sie so eine Person denn lieben? Da würde bei den beiden doch etwas falsch laufen. Denn er machte die Fehler. Nicht sie. Auch wenn er sich das sonst nicht eingestand.
"Außerdem werden wir von ihm keine Liebe bekommen. Er ist nicht mal in der Lage dazu irgendetwas zu fühlen. Er hasst uns und wenn er nicht auf Kinder angewiesen wäre dann hätte er uns sicherlich schon längst irgendwo ausgesetzt oder so etwas", war er sich dann sicher. Er wollte Tiarnan's Liebe. Er sehnte sich so sehr danach und er wollte ihm gefallen. Rory wollte ihm zeigen wer er war und dass es Grund gab ihn zu lieben. Nur damit machte er es wohl nur noch schlimmer. So versuchte er das auch immer bei seinen Schwestern. Klappte nur nie. Einmal fuhr er sich durchs Haar und seufzte.
"Aber warum erzähle ich dir das überhaupt? Ihr versteht das eh nicht", fing er dann auch gleich wieder an abzublocken.
Denn ihm waren das wesentlich zu viel Gefühle und er war so so überfordert mit der Situation. Jederzeit könnten sie beobachtet werden und wenn sein Vater erfuhr dass er so drauf war.....Rory musste sich jetzt schon am besten etwas überlegen wie er sich ihm entgegensetzen konnte....und das war ziemlich anstrengend. Es tat gut so gehalten zu werden und als Ana sich von ihm löste, sah er sie mit einem enttäuschten Blick an. Für einen Moment.
"Ihr sagt mit ständig dass ich aufhören soll mit ihm zu streiten, aber ich kann das nicht. Er kann nicht so mit uns umspringen wie er das will und ich will gesehen werden Ana. Ich will von ihm gesehen werden. Ich existiere. Ich bin keine Luft. Er soll mich wahrnehmen. Wenn ich dafür mit ihm streiten muss dann mache ich das. Wenn ich es vermeiden wollen würde dann würde ich aufgeben. Dann wäre ich wieder niemand. Wie ich es schon die ganze Zeit bin. Der einzige Grund warum er mich noch nicht totgeschlagen hat ist einzig und allein der weil er einen Erben braucht! Aus keinem anderen Grund habe ich hier eine Daseinsberechtigung. Was ist falsch daran von seinem Vater beachtet und geliebt werden zu wollen?", fuhr er sie laut an und hatte wieder angefangen zu weinen. Er raufte sich die Haare und lief ein paar Schritte.
Das war doch alles nicht so einfach für ihn wie sich das seine Schwester vorstellte. Er kam hier nie wieder raus. Also musste er irgendetwas tun um zu überleben. Rory mochte Thordis nicht. Nicht wegen ihr persönlich sondern weil sie seinem Vater weitere Söhne schenken könnte, die irgendwann seinen Platz einnehmen könnten. Irgendwann hätte sein Vater keine Verwendung mehr für ihn und das durfte Rory nicht zulassen. Er musste immer präsent sein. Musste immer deutlich machen dass er hier war. Er war der Prinz dieser Stadt. Der zukünftige Fürst und das durfte man ihm nicht auch noch wegnehmen. Wer würde ihn denn dann noch wollen wenn er ein Niemand wäre?
Ana sagte ihm jetzt wieder dass er den Worten ihres Vaters nicht glauben sollte.
"Glaubst du nicht auch manchmal das was er sagt? Nicht über Mutter aber über andere Dinge? Schafft er es nicht immer mehr uns drei auseinander zu reißen? Einen Keil zwischen uns zu treiben? Zwischen dich, Muri und mich? Erkennst du das nicht?"
Seine Stimme brach. War ruhig und leise gewesen. Er hatte keine Lust und keine Kraft mehr um jetzt zu streiten oder gut zu argumentieren. Punkt für Ana. Wieder fuhr er sich durchs Haar.
