20-08-2024, 20:13 - Wörter:
Godwyn saß schweigend da und hörte Grace zu. Ihre Worte hatten eine tiefgreifende Wirkung auf ihn; eine Entschlossenheit, die er so nicht erwartet hatte, lag in ihrer Stimme. Man konnte förmlich sehen, wie sich seine Haltung veränderte. Zunächst war er angespannt gewesen, seine Augen ernst und durchdringend. Doch allmählich schwand die Strenge aus seinem Blick. Er ließ jedes ihrer Worte auf sich wirken und spürte, als sie endete, dass er seine Einstellung ihr gegenüber nicht beibehalten konnte. Er hatte sie als eine junge, vielleicht naive Frau gesehen, die sich von Aldens Charme hatte blenden lassen und blind vor Liebe ihre Position in Gefahr brachte. Doch nun erkannte er, dass er sich in ihr getäuscht hatte.
Grace sprach mit der Würde und Autorität einer Fürstin, die sich ihrer Stellung bewusst war, aber auch mit der Verletzlichkeit und dem Mut einer Frau, die für sich selbst einstand. Godwyn konnte nicht anders, als Respekt für sie zu empfinden. Es war, als hätte sie ihm nicht nur eine Lektion erteilt, sondern auch gezeigt, dass sie ihre eigene Stärke kannte und sich nicht einfach in die Rolle der Schutzbedürftigen drängen lassen würde.
Als sie geendet hatte, war Godwyn einen Moment lang sprachlos. Er hielt ihren Blick fest, musterte sie ernst, während er nach den richtigen Worten suchte. Schließlich nickte er langsam, und seine Augen spiegelten nun weniger Besorgnis, sondern vielmehr Anerkennung wider. „Verzeiht mir, Euer Gnaden, dass ich Euch so falsch eingeschätzt habe. Ich kenne Alden und seine Geschichten, wie Ihr es ausgedrückt habt, schon sehr lange. Keine seiner Liebschaften hat bisher lange Bestand gehabt. Ich hatte immer den Eindruck, er sei ständig auf der Suche nach der Richtigen. Und bitte verzeiht mir meine folgenden Worte, Grace, weil Ihr gesagt habt, Euch würde eine besondere Verbindung vereinen, aber ich hoffe, Alden sieht in Euch nicht diese Frau. Es würde ihm und auch Euch viel Leid ersparen.“ Godwyn drückte kurz die Hand der Fürstin, um ihr zu zeigen, dass er auf ihrer Seite stand. „Also bitte, lebt das eine Prozent aus, genießt das Leben und die Freiheit, die damit einhergeht. Und dann geht wieder getrennte Wege, lebt Euer Leben als Fürstin von Penwick Town und lasst Alden das Seine als Ritter der Königsgarde führen. Alles andere wäre in meinen Augen selbstzerstörerisch.“ Er suchte weiter in ihren Augen nach einem Zeichen, das ihm verriet, dass dies wirklich nur ein kleines Abenteuer war und nicht dabei war, ernster zu werden, als gut für sie wäre. "Ich kannte mal jemanden, der war Euch ähnlich, stark und unabhängig als Frau von Stand. Vor langer Zeit..."
Während er auf das Essen wartete, warf Alden immer wieder einen Blick zu dem Tisch, an dem Grace und Godwyn vertieft ins Gespräch waren. Auch wenn er ihre Worte nicht hören konnte, erkannte er an ihren Mienen, dass es wohl um ihn ging. Schließlich stellte ihm die Wirtin zwei dampfende Schüsseln mit Eintopf auf den Tresen und er kehrte zum Tisch zurück. Er wirkte unruhig, als hätte er gespürt, dass etwas Wesentliches zwischen Grace und Godwyn vorgefallen war. Seine sonst so selbstsichere Art war verschwunden, und als er die beiden ansah, konnte er die Spannung förmlich greifen. Nervös fuhr er sich durch seine Locken, unsicher, wohin mit seiner Unruhe, und ein Hauch von schlechtem Gewissen lag in seinen Augen – wie ein kleiner Junge, der bei etwas Verbotenem ertappt wurde. „Worüber habt ihr gesprochen?“ Sein Blick wanderte nervös zwischen Godwyn und Grace hin und her, als versuche er, die Situation zu erfassen und sich auf das, was kommen würde, vorzubereiten.
Er ließ sich neben Grace auf der Bank nieder und schob ihr eine der Schüsseln hin, dazu eine Scheibe Brot und einen Löffel. Er machte eine abwehrende Geste, als sie fragte, ob sie nicht doch etwas Geld dafür geben dürfte und nickte dann als sie richtigerweise feststellte, dass sie drei Personen seien. „Ja, aber Godwyn wollte nichts essen. Er bevorzugt flüssige Nahrung.“ Dabei blickte er auf den Becher vor Grace. „Ist der Cider gut? Möchtest du noch einen Becher?“ Er nahm seinen eigenen Becher in die Hand und trank einen Schluck, nickte dann zufrieden. „Ja, ganz gut. Aber der Apfelwein, den meine Mutter braut, ist der Beste in ganz Walleydor.“
Godwyn grinste bei Aldens Worten und nickte zustimmend. „Ja, das stimmt. Und der Apfelkuchen genauso.“
Der Apfelkuchen schien Alden auf eine Idee zu bringen. Sein Gesicht hellte sich auf. „Ich habe über Hazelbrook nachgedacht, Grace, und ich glaube, ich habe die Lösung gefunden. Wir machen es ganz offiziell, keine Heimlichkeiten. Du möchtest doch sicher deine Freundin Eleanor in Fairfield besuchen, oder? Wie wäre es, wenn die Cousine des Königs einen offiziellen Besuch auf den Rittergütern des Königs macht, vielleicht in Vertretung des Königs, weil er keine Zeit hat? Dann könntest du nach Fairfield und Hazelbrook reisen, ohne dass jemand Verdacht schöpft. Was hältst du davon?“
Grace sprach mit der Würde und Autorität einer Fürstin, die sich ihrer Stellung bewusst war, aber auch mit der Verletzlichkeit und dem Mut einer Frau, die für sich selbst einstand. Godwyn konnte nicht anders, als Respekt für sie zu empfinden. Es war, als hätte sie ihm nicht nur eine Lektion erteilt, sondern auch gezeigt, dass sie ihre eigene Stärke kannte und sich nicht einfach in die Rolle der Schutzbedürftigen drängen lassen würde.
Als sie geendet hatte, war Godwyn einen Moment lang sprachlos. Er hielt ihren Blick fest, musterte sie ernst, während er nach den richtigen Worten suchte. Schließlich nickte er langsam, und seine Augen spiegelten nun weniger Besorgnis, sondern vielmehr Anerkennung wider. „Verzeiht mir, Euer Gnaden, dass ich Euch so falsch eingeschätzt habe. Ich kenne Alden und seine Geschichten, wie Ihr es ausgedrückt habt, schon sehr lange. Keine seiner Liebschaften hat bisher lange Bestand gehabt. Ich hatte immer den Eindruck, er sei ständig auf der Suche nach der Richtigen. Und bitte verzeiht mir meine folgenden Worte, Grace, weil Ihr gesagt habt, Euch würde eine besondere Verbindung vereinen, aber ich hoffe, Alden sieht in Euch nicht diese Frau. Es würde ihm und auch Euch viel Leid ersparen.“ Godwyn drückte kurz die Hand der Fürstin, um ihr zu zeigen, dass er auf ihrer Seite stand. „Also bitte, lebt das eine Prozent aus, genießt das Leben und die Freiheit, die damit einhergeht. Und dann geht wieder getrennte Wege, lebt Euer Leben als Fürstin von Penwick Town und lasst Alden das Seine als Ritter der Königsgarde führen. Alles andere wäre in meinen Augen selbstzerstörerisch.“ Er suchte weiter in ihren Augen nach einem Zeichen, das ihm verriet, dass dies wirklich nur ein kleines Abenteuer war und nicht dabei war, ernster zu werden, als gut für sie wäre. "Ich kannte mal jemanden, der war Euch ähnlich, stark und unabhängig als Frau von Stand. Vor langer Zeit..."
Während er auf das Essen wartete, warf Alden immer wieder einen Blick zu dem Tisch, an dem Grace und Godwyn vertieft ins Gespräch waren. Auch wenn er ihre Worte nicht hören konnte, erkannte er an ihren Mienen, dass es wohl um ihn ging. Schließlich stellte ihm die Wirtin zwei dampfende Schüsseln mit Eintopf auf den Tresen und er kehrte zum Tisch zurück. Er wirkte unruhig, als hätte er gespürt, dass etwas Wesentliches zwischen Grace und Godwyn vorgefallen war. Seine sonst so selbstsichere Art war verschwunden, und als er die beiden ansah, konnte er die Spannung förmlich greifen. Nervös fuhr er sich durch seine Locken, unsicher, wohin mit seiner Unruhe, und ein Hauch von schlechtem Gewissen lag in seinen Augen – wie ein kleiner Junge, der bei etwas Verbotenem ertappt wurde. „Worüber habt ihr gesprochen?“ Sein Blick wanderte nervös zwischen Godwyn und Grace hin und her, als versuche er, die Situation zu erfassen und sich auf das, was kommen würde, vorzubereiten.
Er ließ sich neben Grace auf der Bank nieder und schob ihr eine der Schüsseln hin, dazu eine Scheibe Brot und einen Löffel. Er machte eine abwehrende Geste, als sie fragte, ob sie nicht doch etwas Geld dafür geben dürfte und nickte dann als sie richtigerweise feststellte, dass sie drei Personen seien. „Ja, aber Godwyn wollte nichts essen. Er bevorzugt flüssige Nahrung.“ Dabei blickte er auf den Becher vor Grace. „Ist der Cider gut? Möchtest du noch einen Becher?“ Er nahm seinen eigenen Becher in die Hand und trank einen Schluck, nickte dann zufrieden. „Ja, ganz gut. Aber der Apfelwein, den meine Mutter braut, ist der Beste in ganz Walleydor.“
Godwyn grinste bei Aldens Worten und nickte zustimmend. „Ja, das stimmt. Und der Apfelkuchen genauso.“
Der Apfelkuchen schien Alden auf eine Idee zu bringen. Sein Gesicht hellte sich auf. „Ich habe über Hazelbrook nachgedacht, Grace, und ich glaube, ich habe die Lösung gefunden. Wir machen es ganz offiziell, keine Heimlichkeiten. Du möchtest doch sicher deine Freundin Eleanor in Fairfield besuchen, oder? Wie wäre es, wenn die Cousine des Königs einen offiziellen Besuch auf den Rittergütern des Königs macht, vielleicht in Vertretung des Königs, weil er keine Zeit hat? Dann könntest du nach Fairfield und Hazelbrook reisen, ohne dass jemand Verdacht schöpft. Was hältst du davon?“
