22-08-2024, 21:12 - Wörter:
Vielleicht war sie es leid, dass ihr alle Männer erzählten, dass sie von ihr träumten? Und dieser Gedanke störte ihn! Niemand von diesen Dreckshunden hatte sie verdient, nicht mal, dass sie von ihr träumten! Erneut schlug er mit geballter Faust auf den Tisch. “Sie alle verdienen meine Hand um ihre Kehle”, sagte er lauter als beabsichtigt, weil er in Gedanken versunken war. “Du bist viel zu gut für sie alle. Ich schwöre dir, sollte ich mitkriegen, dass sich einer dir nähert, ohne, dass du das willst, zerstöre ich nicht nur sein Gesicht.” Die altbekannte Wut war sein ständiger Begleiter, und nun grinste er breit, wenn er daran dachte, dass er einem Arschloch mehr das Leben auspusten könnte. Wenn einer es wagte, Safiyya zu nahe zu kommen… es würde pure Freude wegen, diesen Bastard zu zerstören. Niemand legte mehr Hand an sie. Niemand legte mehr Hand an sie oder irgendjemand Anderen von den Amra Azili. Er hatte einen Schwur ausgesprochen und diesen würde er bis zu seinem letzten Atemhauch verteidigen. Alles Arschlöcher. Allesamt. “Ich weiß nicht, was ein Poet macht, aber nach Pisse stinke ich nur, weil ich mich zuvor geprügelt habe und dieser Trottel sich eingesaut hat. Dafür kann ich nichts.” Und dann sprach seine Geliebte über irgendwelche anderen hochtrabenden Dinge und er sah sie demonstrativ böse an. “Was ist Propaganda? Ich habe es nur aus erster Hand gehört und fand das nicht schlecht. Wenigstens saufen und fressen die Adeligen dort mit dem Straßengesindel. So etwas würde es hier nie geben. Du bist unendlich süß. Rouhi, mein Herz und meine Seele gehört dir.” Hafiz erkannte nicht, dass bedingungslose Liebe und Wut bei ihm häufig sehr arg umschwankte, und das in Windeseile, und noch weniger verstand er, dass das kein normales Verhalten war. Er war ein Mann der starken Gefühle, in welche Richtung sie auch immer gingen. Er machte keine halben Sachen, niemals.
Weil Safiyya ihn komplett in der Hand hatte und ihre Stimme lauter war als sonst, wusste er, er hatte etwas Falsches gemacht. Räudig wie ein Hund zog er seinen Kopf ein wenig ein, eine Reaktion, die er niemals machte, nur bei ihr. Immer nur bei ihr. Und er würde sich dafür hüten, nochmal hierher zu spucken, das schwor er bei Heofader. Als sie ihm ein Angebot machte, sah er wieder auf, mit großen, gefühlvollen Augen und einem Lächeln, das für viele irre galt. “Das nehme ich an, Frau meiner Träume. Für dich lerne ich sogar das Lesen und Schreiben. Und dann werde ich dich um deine Hand anhalten, solange, bis du Ja sagst. Und Ridvans Kopf schenke ich dir als Hochzeitsgeschenk, das verspreche ich dir. Heofader sei mein Zeuge.” Sie hatten ein gemeinsames Ziel und das war so viel wichtiger als alles andere. Sie beide verstanden sich auf eine Art und Weise, die tiefer rührte als normale Verbundenheit. Wut, Rache und der Kampf für das Richtige vereinte sie. “Unsere Hochzeitsreise wird in einem freien Sommerland stattfinden, und ich werde dir zu Fuße kriegen wie ein elendiger Diener, wenn du es von mir verlangst. Ich werde alle aus deinem Weg schlagen, wenn du danach verlangst. Ich bin Dein.”
Dann ging es auf ins Badehaus und er verzog missmutig seine Lippen. Keine Ahnung, was Safiyya immer mit ihrem Bad und dem Waschen hatte. Wenn er morgen ihr Haus verließ, würde er ohnehin wieder dreckig werden. Er konnte es nicht lassen, immer wieder zum Dreck zurückzukehren, in dem er auch geboren war, doch sie gab nicht auf und dafür liebte und schätzte er sie nur noch mehr. “Ja, ich geh ja schon. Manchmal bist du nicht nur Feige, sondern auch Kaktus zugleich.” Dann ließ er sich ins warme Wasser gleiten, welches seinen geschundenen Körper aufs Genüsslichste umschmeichelte. Vielleicht meinte Safiyya das, wenn sie von einem guten, heißen Bad sprach…? Wenn sie seine Schultern mit einer Bürste massierte und mit ihm redete, konnte er einmal in seinem Leben wirklich entspannen. Ein seltener Augenblick, weil er immer auf Hochdruck lief. “Ich habe ordentliche Sachen an, nämlich die, die einem sommerländischen, einfachen Mann entsprechen. Bei dir ist das was Anderes, weil du höher stehst als wir, aber bei mir es gerade richtig. Und das mit den Informationen stimmt. Aber es ist das älteste Gewerbe der Welt, sagt man, und ich glaube, es wird nie richtig schlecht laufen. Und ich lache, weil ich an meinen geliebten Heofader gedacht habe und deine Worte.” Dann bemerkte sie eine neue Wunde und Hafiz hob seine Schultern. Keine Ahnung, was sie meinte, also sah er nach unten und schnaubte. “Ich lebe doch! Und ich habe sein mickriges Leben ebenfalls verschont, er soll also dankbar sein. Und ich wusste noch nicht mal, dass ich diese Wunde überhaupt habe, ich spüre sie nicht.” Das war ebenfalls kein gutes Zeichen und nicht normal, doch mit Hafiz darüber zu sprechen war absolut sinnlos. Das Gefühl für seinen Körper hatte er schon lange verloren. “Zudem werde ich mich von niemandem umbringen lassen. Wenn ich sterbe, dann durch Heofaders oder meine Hand. Bist du eigentlich mehr in Gefahr, wenn ich mich hier bei dir verstecke?”
Weil Safiyya ihn komplett in der Hand hatte und ihre Stimme lauter war als sonst, wusste er, er hatte etwas Falsches gemacht. Räudig wie ein Hund zog er seinen Kopf ein wenig ein, eine Reaktion, die er niemals machte, nur bei ihr. Immer nur bei ihr. Und er würde sich dafür hüten, nochmal hierher zu spucken, das schwor er bei Heofader. Als sie ihm ein Angebot machte, sah er wieder auf, mit großen, gefühlvollen Augen und einem Lächeln, das für viele irre galt. “Das nehme ich an, Frau meiner Träume. Für dich lerne ich sogar das Lesen und Schreiben. Und dann werde ich dich um deine Hand anhalten, solange, bis du Ja sagst. Und Ridvans Kopf schenke ich dir als Hochzeitsgeschenk, das verspreche ich dir. Heofader sei mein Zeuge.” Sie hatten ein gemeinsames Ziel und das war so viel wichtiger als alles andere. Sie beide verstanden sich auf eine Art und Weise, die tiefer rührte als normale Verbundenheit. Wut, Rache und der Kampf für das Richtige vereinte sie. “Unsere Hochzeitsreise wird in einem freien Sommerland stattfinden, und ich werde dir zu Fuße kriegen wie ein elendiger Diener, wenn du es von mir verlangst. Ich werde alle aus deinem Weg schlagen, wenn du danach verlangst. Ich bin Dein.”
Dann ging es auf ins Badehaus und er verzog missmutig seine Lippen. Keine Ahnung, was Safiyya immer mit ihrem Bad und dem Waschen hatte. Wenn er morgen ihr Haus verließ, würde er ohnehin wieder dreckig werden. Er konnte es nicht lassen, immer wieder zum Dreck zurückzukehren, in dem er auch geboren war, doch sie gab nicht auf und dafür liebte und schätzte er sie nur noch mehr. “Ja, ich geh ja schon. Manchmal bist du nicht nur Feige, sondern auch Kaktus zugleich.” Dann ließ er sich ins warme Wasser gleiten, welches seinen geschundenen Körper aufs Genüsslichste umschmeichelte. Vielleicht meinte Safiyya das, wenn sie von einem guten, heißen Bad sprach…? Wenn sie seine Schultern mit einer Bürste massierte und mit ihm redete, konnte er einmal in seinem Leben wirklich entspannen. Ein seltener Augenblick, weil er immer auf Hochdruck lief. “Ich habe ordentliche Sachen an, nämlich die, die einem sommerländischen, einfachen Mann entsprechen. Bei dir ist das was Anderes, weil du höher stehst als wir, aber bei mir es gerade richtig. Und das mit den Informationen stimmt. Aber es ist das älteste Gewerbe der Welt, sagt man, und ich glaube, es wird nie richtig schlecht laufen. Und ich lache, weil ich an meinen geliebten Heofader gedacht habe und deine Worte.” Dann bemerkte sie eine neue Wunde und Hafiz hob seine Schultern. Keine Ahnung, was sie meinte, also sah er nach unten und schnaubte. “Ich lebe doch! Und ich habe sein mickriges Leben ebenfalls verschont, er soll also dankbar sein. Und ich wusste noch nicht mal, dass ich diese Wunde überhaupt habe, ich spüre sie nicht.” Das war ebenfalls kein gutes Zeichen und nicht normal, doch mit Hafiz darüber zu sprechen war absolut sinnlos. Das Gefühl für seinen Körper hatte er schon lange verloren. “Zudem werde ich mich von niemandem umbringen lassen. Wenn ich sterbe, dann durch Heofaders oder meine Hand. Bist du eigentlich mehr in Gefahr, wenn ich mich hier bei dir verstecke?”
