09-09-2024, 17:39 - Wörter:
Für die Einen hatte die Atmosphäre der lächerlich winzigen Laubhaine Castandors etwas Beruhigendes an sich, für Andere jedoch war es einer der wenigen Möglichkeiten, Schutz zu suchen, während die Sonne ihren Zenit erreichte und das Königsland in einer allumfassenden Mittagsruhe verharrte. Tyra hasste es, um diese Tageszeit zu reisen, sie bevorzugte die Nacht und die späten Abendstunden, doch wichtige Dinge drängten sie dazu, auch keine Zeit am Tage zu vergeuden, indem sie Angst um den Verlust ihres Kopfes vorschob. Und ebenjene Sorge ließ die ohnehin grundsätzlich misstrauische Söldnerin nahezu paranoid agieren. So sehr, dass sie sogar damit rechnete, dass ausgerechnet ihr ein einsamer, dunkel gekleideter Reisender auf der gleichen Route ans Leder wollte.
Eine Weile hatte sie ihn bereits verfolgt, analysierte immerzu sein Verhalten, lauschte auf das verräterische Geräusch von scharfen Klingen unter dem trügerisch unauffälligen Mantel. Sein Gesicht vermochte sie im immerwährenden Halbdunkel der Schonung nicht erkennen, doch das musste sie auch nicht; Tyra Winters spürte es tief in ihren Eingeweiden, wenn jemand es auf sie abgesehen hatte. Na ja ... und der Verlust ihres Schutzamulettes mit den Fangzähnen einer sommerländischen Wüstennatter hatte ihr bereits prophezeit, dass ihr alsbald Unheil widerfahren würde. Tja, hier war sie nun! Und dieser Kerl dort, der für ihre sensiblen Ohren durchs Gehölz brach wie ein sterbender Ochse in seinen letzten Zügen, den hatte man auf sie angesetzt? Beinahe fühlte sie sich beleidigt! Doch die Gefahr, die trotz des Lärms von dem Unbekannten ausging, wagte sie nicht zu unterschätzen. Deswegen legte sie mehrere Fallen aus, verließ sich auf ihre Fertigkeiten in Schlingen und Knoten, bevor sie sich zu ihrem unauffälligen Rastplatz zurück stahl und dort den Dingen harrte, die früher oder später kommen würden.
Ihre dort wartende Stute horchte als Erstes auf und wies Tyra mit ihrer alarmierten Blickrichtung den richtigen Weg zur ausgelösten Falle. Dass ihre Beute die Richtige war, vernahm die Winterländerin bereits aus der Ferne und ein hochzufriedenes, beinahe glückliches Lächeln erhellte ihre Züge. Mit einem genussvollen Seufzen zog sie bereits ihren allerliebsten Dolch hervor, während sie sich näherte und stieg erst von ihrem Pferd, als sie den zappelnden Kerl am Seil baumeln sah. Gerade so, dass er den Boden nicht erreichte und im Zweifelsfall trotzdem ein reiches Festmahl für die Wölfe werden würde. Kurz beobachtete sie milde beeindruckt, wie er es doch tatsächlich schaffte, sich trotz der prekären Situation selbst zu bewaffnen und mit schierer Muskelkraft kopfüber an seinen Füßen zu schaffen zu machen. Gemächlich schlenderte sie auf ihren vermeintlichen Verfolger zu, ließ die Klinge durch ihre Finger gleiten und legte diese schließlich in aller Seelenruhe an die sensibelste Stelle seiner Kehle. Und obwohl der Mann sofort in der Bewegung erstarrte, entschloss sich ein einzelner Blutstropfen, den Weg entlang seines muskulösen Halses zu bahnen. »Kann man Euch helfen?«, fragte sie leichthin, als würde sie ihn nach dem Weg fragen. Blitzschnell jedoch umklammerte sie nun von hinten seinen Hals, drückte zu und hielt die scharfe Klinge in einem tödlichen Winkel unter seinen linken Rippenbogen. »Spar dir die Antwort. Was willst du von mir, Arschling?« Nun zischte sie nur noch durch zusammengepresste Zähne, während sie seine unglückliche Haltung zu ihrem Vorteil nutzte und ihm durch das Mehrgewicht nun doch ein wenig mehr seiner behänden Geschicklichkeit nahm.
Eine Weile hatte sie ihn bereits verfolgt, analysierte immerzu sein Verhalten, lauschte auf das verräterische Geräusch von scharfen Klingen unter dem trügerisch unauffälligen Mantel. Sein Gesicht vermochte sie im immerwährenden Halbdunkel der Schonung nicht erkennen, doch das musste sie auch nicht; Tyra Winters spürte es tief in ihren Eingeweiden, wenn jemand es auf sie abgesehen hatte. Na ja ... und der Verlust ihres Schutzamulettes mit den Fangzähnen einer sommerländischen Wüstennatter hatte ihr bereits prophezeit, dass ihr alsbald Unheil widerfahren würde. Tja, hier war sie nun! Und dieser Kerl dort, der für ihre sensiblen Ohren durchs Gehölz brach wie ein sterbender Ochse in seinen letzten Zügen, den hatte man auf sie angesetzt? Beinahe fühlte sie sich beleidigt! Doch die Gefahr, die trotz des Lärms von dem Unbekannten ausging, wagte sie nicht zu unterschätzen. Deswegen legte sie mehrere Fallen aus, verließ sich auf ihre Fertigkeiten in Schlingen und Knoten, bevor sie sich zu ihrem unauffälligen Rastplatz zurück stahl und dort den Dingen harrte, die früher oder später kommen würden.
Ihre dort wartende Stute horchte als Erstes auf und wies Tyra mit ihrer alarmierten Blickrichtung den richtigen Weg zur ausgelösten Falle. Dass ihre Beute die Richtige war, vernahm die Winterländerin bereits aus der Ferne und ein hochzufriedenes, beinahe glückliches Lächeln erhellte ihre Züge. Mit einem genussvollen Seufzen zog sie bereits ihren allerliebsten Dolch hervor, während sie sich näherte und stieg erst von ihrem Pferd, als sie den zappelnden Kerl am Seil baumeln sah. Gerade so, dass er den Boden nicht erreichte und im Zweifelsfall trotzdem ein reiches Festmahl für die Wölfe werden würde. Kurz beobachtete sie milde beeindruckt, wie er es doch tatsächlich schaffte, sich trotz der prekären Situation selbst zu bewaffnen und mit schierer Muskelkraft kopfüber an seinen Füßen zu schaffen zu machen. Gemächlich schlenderte sie auf ihren vermeintlichen Verfolger zu, ließ die Klinge durch ihre Finger gleiten und legte diese schließlich in aller Seelenruhe an die sensibelste Stelle seiner Kehle. Und obwohl der Mann sofort in der Bewegung erstarrte, entschloss sich ein einzelner Blutstropfen, den Weg entlang seines muskulösen Halses zu bahnen. »Kann man Euch helfen?«, fragte sie leichthin, als würde sie ihn nach dem Weg fragen. Blitzschnell jedoch umklammerte sie nun von hinten seinen Hals, drückte zu und hielt die scharfe Klinge in einem tödlichen Winkel unter seinen linken Rippenbogen. »Spar dir die Antwort. Was willst du von mir, Arschling?« Nun zischte sie nur noch durch zusammengepresste Zähne, während sie seine unglückliche Haltung zu ihrem Vorteil nutzte und ihm durch das Mehrgewicht nun doch ein wenig mehr seiner behänden Geschicklichkeit nahm.
