12-09-2024, 15:35 - Wörter:
caught in the eye of the storm
shared the laughter, shared the tears

Dass Imani, neben der sie durch die Gänge schlenderte, vermutlich eine deutlich aufmerksame Beobachterin war, als es Rajani von sich behaupten konnte, hatte sie bei ihrer Schlins-Aktion nicht bedacht. Als sie das Gefühl hatte entdeckt worden zu sein, versuchte sie sich lediglich an einem entschuldigenden Lächeln. Imani war jedoch viel zu höflich, um etwas zu sagen. So wie immer. Also blieb alles wieder einmal alleine in der Vorstellung der Sommerländerin. Und da war wahrlich zu viel Fantasie, um sich noch ein realitätsnahes Bild von Etwas bilden zu können.
Als Imani zugab, dass sie durchaus Interesse an einem Mann hatte, aber nicht glaubte, dass sich jemand für sie interessiere, schien das Herz der Gesellschafterin in tausend Stücke zu zerspringen. Ihrem Gesicht nach zu urteilen war sie hoch schockiert und gleichermaßen traurig über solch' zerschmetternde Worte. Mit riesigen Augen blieb sie mitten im Gang stehen und berührte sanft den Arm der Dienerin, um sie ebenfalls zum Stillstand zu bewegen. Ungeachtet der Tatsache, dass nicht jeder Mensch so viel Körperkontakt wollte, wie Rajani, nahm sie die Hände der jungen Frau in die ihren und sah ihr tief in die Augen. "Ihr seid eine absolut wunderschöne Frau und ich bin mir ganz sicher, dass wir gemeinsam einen geeigneten Mann für Euch finden können. Wenn Ihr denn wahrlich interessiert seid. Euer Wesen ist so sanft und zärtlich, dass sich jeder Einzelne hier im Palast glücklich schätzen könnte, Euch an seiner Seite zu wissen", erklärte sie aufbauend und nickte bestätigend. So, als würde sie nicht nur versuchen Imani von ihren Worten zu überzeugen, sondern auch sich selbst. Es war alles wahr, was ihre Lippen verlassen hatte, doch in der Tat hatte die ehemalige Sklavin ein unschlagbares Talent dafür irgendwie zu... verschwinden? Mitten im Raum. Einfach so.
Nun etwas leichter ums Herz kehrte das charismatische Strahlen auf die Züge der Frau zurück. "Meint Ihr wirklich?", fragte sie ganz aufgeregt, als es um die ihren Verehrer ging und sie trippelte von einem Fuß auf den anderen. "Das wäre fantastisch!", quietsche sie und hielt in der Bewegung inne, als ihr plötzlich eine Idee kam. "Ich kann Euch gerne einen von denen vorstellen. Für mehr als einen habe ich sowieso keine Zeit", gab sie mit anzüglichem Augenbrauengewackel von sich und stupste die Andere vielsagend in die Seite.
