16-09-2024, 23:26 - Wörter:
Safiyya verzog das Gesicht, als sie einen Kuss auf die Wange bekam und schnaubte. Sie wollte kein weiteres Wort mit Hafiz über einen Gott verlieren, der nur die Reichen bedachte. Vielleicht würde er endlich die Klappe halten, wenn er in warmen Wasser saß und sich den Dreck von den Schultern schrubben konnte. “Ich weiß nicht, was mit dir nicht stimmt, aber all diese Prügeleien auf der Straße scheinen dir nicht zu bekommen”, entgegnete sie kopfschütteln und setzte ihn dann endlich in das Becken. Er verdeckte schon all die guten Räucherstäbchen mit seinem Pisse-Blut-Dreck-Geruch. Safiyya musterte den heute äußerst sentimentalen Hafiz genauer und schüttelte leicht den Kopf. Sie kam näher und hielt dabei vorsichtshalber ein wenig die Luft an. “Hafiz - können wir uns bitte auf die wichtigen Dinge konzentrieren? Deine Melancholie läuft bei mir gegen Mauern. Das weißt du.” Sie klopfte ihm kurz auf die Brust und kümmerte sich anschließend um seinen Rücken.
“Nein”, sie schüttelte den Kopf und dachte über den Besuch der Wachen nach. “Sie haben ein wenig randaliert und herumgeschrien - typisch Mann eben. Aber verletzt haben sie niemanden.” Den ein oder anderen Mann hatten sie aus den Schlafzimmern gezogen, und die Einnahmen waren in den Keller gerutscht. Sie zuckte zusammen, als es auf einmal lauter wurde. Auch Hafiz war direkt mit Safiyya aufgesprungen. “Hafiz.”, zischte sie harsch. “Nein!” Doch sie wusste, dass sie in diesen Dingen nicht gegen ihn ankommen würde. “Die ziehen dich ein, wenn sie dich sehen - Hafiz!”
Irgendwo war ein Kreischen zu hören und sie wusste, dass das einer von Hafiz Triggern war. Er konnte nicht mehr klar denken und wurde zu dem Tier, das seit jeher in ihm schlummerte. „Bitte – wir regeln das“, versuchte sie noch auf ihn einzuwirken, obwohl sie wusste, dass das nichts bringen würde. Sie schnappte sich noch ein großes Tuch, das sie ihm, während sie hinter ihm hereilte, über die Schulter werfen konnte, damit er sich nicht gänzlich nackt präsentierte. Natürlich blieb sie nicht wie von ihm gewünscht hier. Sie eilten in den Gang, wo drei oder vier Wachmänner bereits die Eingangstür eingetreten hatten und nun wie Affen im Flur standen. „Die Tür hat einen Griff, mit dem man sie öffnen kann, oder sind euch im Mutterleib keine Hände gewachsen?!“, rief sie den Wachen genervt entgegen und drückte sich geschickt an Hafiz vorbei. „Ich hab nur Männer aus dem Ausland hier – und Krüppel.“ Sie zeigte auf Hafiz hinter sich, während der Wachmann vor ihr schnaubte und auf den Boden spuckte. Er schien fast seine Zähne zu fletschen, während er seinen Blick durch das Etablissement schweifen ließ. Die meisten Mädchen waren in ihre Zimmer gelaufen und hinter ihnen war der Hintereingang zu hören, aus dem wohl der ein oder andere Freier geflohen war. “Sieht gar nich‘ aus wie’n Krüppel.“, raunte der Wachmann und nickte zu Hafiz. Safiyya hob abwehrend die Hände, während sie zwischen der Wache und Hafiz stand. Vielleicht würde letzterem ja eine gute Geschichte einfallen – oder er würde die Sache auf seine Art klären?
“Nein”, sie schüttelte den Kopf und dachte über den Besuch der Wachen nach. “Sie haben ein wenig randaliert und herumgeschrien - typisch Mann eben. Aber verletzt haben sie niemanden.” Den ein oder anderen Mann hatten sie aus den Schlafzimmern gezogen, und die Einnahmen waren in den Keller gerutscht. Sie zuckte zusammen, als es auf einmal lauter wurde. Auch Hafiz war direkt mit Safiyya aufgesprungen. “Hafiz.”, zischte sie harsch. “Nein!” Doch sie wusste, dass sie in diesen Dingen nicht gegen ihn ankommen würde. “Die ziehen dich ein, wenn sie dich sehen - Hafiz!”
Irgendwo war ein Kreischen zu hören und sie wusste, dass das einer von Hafiz Triggern war. Er konnte nicht mehr klar denken und wurde zu dem Tier, das seit jeher in ihm schlummerte. „Bitte – wir regeln das“, versuchte sie noch auf ihn einzuwirken, obwohl sie wusste, dass das nichts bringen würde. Sie schnappte sich noch ein großes Tuch, das sie ihm, während sie hinter ihm hereilte, über die Schulter werfen konnte, damit er sich nicht gänzlich nackt präsentierte. Natürlich blieb sie nicht wie von ihm gewünscht hier. Sie eilten in den Gang, wo drei oder vier Wachmänner bereits die Eingangstür eingetreten hatten und nun wie Affen im Flur standen. „Die Tür hat einen Griff, mit dem man sie öffnen kann, oder sind euch im Mutterleib keine Hände gewachsen?!“, rief sie den Wachen genervt entgegen und drückte sich geschickt an Hafiz vorbei. „Ich hab nur Männer aus dem Ausland hier – und Krüppel.“ Sie zeigte auf Hafiz hinter sich, während der Wachmann vor ihr schnaubte und auf den Boden spuckte. Er schien fast seine Zähne zu fletschen, während er seinen Blick durch das Etablissement schweifen ließ. Die meisten Mädchen waren in ihre Zimmer gelaufen und hinter ihnen war der Hintereingang zu hören, aus dem wohl der ein oder andere Freier geflohen war. “Sieht gar nich‘ aus wie’n Krüppel.“, raunte der Wachmann und nickte zu Hafiz. Safiyya hob abwehrend die Hände, während sie zwischen der Wache und Hafiz stand. Vielleicht würde letzterem ja eine gute Geschichte einfallen – oder er würde die Sache auf seine Art klären?
