Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.


Anything at all
15.08.1016 - 17:00
Ruby Veil | Gemächer
Trigger: Prostitution | Traumata
Belisarius Caderitor Skadi Lykgaard

Unregistered
Belisarius Caderitor
Alter
Beruf
Wohnort
Stand
User
#13
Es konnte keiner sehen, kaum einer verstehen, was Belisarius bewegte und ihn im leben hielt, denn sein Herz blutete oft sehr und nichts wog so schwer für ihn, wie sein eigenes Gewissen. Sein dunkles Herz sprach eine Sprache, totenstill, grabesmutig, so dass er keinen Schmerz vergessen konnte. Skadi war nicht allein Erlösung, sondern ihre Zärtlichkeit bestrafte ihn mit einer Liebe, die nicht mehr verging. Sie hielt sein schwarzes Herz fest in ihren schönen Händen, ohne zu wissen und zu erahnen, was dies für ihn bedeuten konnte. Belisarius war eine verlorene Seele, die nur schwerlich mit dem Gewissen in Liebe leben konnte. Pläne wollten besprochen werden, doch der Dämon hielt inne; ließ sie sprechen, sein ewig Geliebte, der unheilige Todesengel an seiner Seite, die nicht nur in Mordes Eifer handeln konnte. Der Geist konnte das ferne Grauen nur verwalten und Belisarius war gut darin seine Höllen zu verwalten. Bei all dem zu erwartenden Leid gebar sich eine kurze falsche Heiterkeit, dass auch Skadi glaubte, dass sie diese Welt nicht ändern konnten. Wie gerne würde er ihr glauben, mit allen Sinnen war er bei ihr, fühlte ihre Berührung, roch ihren Duft und seine Augen sogen ihr Angesicht auf, welches ihm eine sinnige Sehnsucht schenkte. Gerne wäre er erneut in ihre Arme gefallen, hätte sie angefleht, sich erneut in Liebesspielen zu verlieren, damit sein Verstand nicht aller Macht nach Plänen verlangte. Der Todesengel, seine Schöpfung und ewige Verbindung, konnte dennoch Worte wählen, sprechen und einen Zauber wirken, dem auch der Teufel folgsam sein wollte. Belisarius musste seiner verdammungswerten Ambition fröhnen, um dem ultimativen Horror zu entkommen, der aus den unruhigen Gräbern seiner Vergangenheit kroch. Er hatte Menschen umgebraucht, vielen Menschen Leid und Terror gebracht, um allein tragisch dem Tod ins Auge zu sehen. Ambition war Fluchtpunkt, neben seiner sinnigen Sehnsucht, hier in ihren Armen zu liegen und einmal vorzugeben, ein Mensch zu sein, der auch anderes tun konnte, als der Teufel dieses Kontinents zu sein. Unfähig sein Schicksal zu ändern, war der Gedanke, den Skadi entwarf, dankbar und musste sicherlich auch aufd beide passen; dennoch konnte eine teuflische Kreatur, wie ein kriegerischer Unhold, nicht einfach der Welt folgen, sondern versuchte sich seinen Platz als das notwendige Böse zu erstreiten. Notwendigkeit sollte ihn im Leben halten, damit er bei Skadi sein konnte.

Nicht Reue sollte sein Leben löschen, vergehen lassen, sondern der kalte Blutsschwur in der Dunkelheit. Diese Welt sollte ihn kennenlernen, sollte sehen, was für Pläne aus seinem schwarzen Herzen entsprangen, um dieser Welt endlich wieder Ordnung zu geben, damit all die Opfer und all das Leid seinen Nutzen hatte. Insofern strich er seiner Skadi sanft über den Nacken, hauchte ihr einen lippen-betonten Kuss ins Genick, während sie ihre Worte sprach. Ihre Worte waren beruhigend, gaben ihr selbst jene Sicherheit, die er für sich selbst vermissen würde. Belisarius war getrieben; immer weiter getrieben, von dem Horror seiner eigenen Zeiten. "Wir werden unseren Platz finden und vielleicht mit etwas Gelegenheit, werden wir unseren Platz gestalten können," meinte er, nachdem er sich von seiner Kusspose entfernte, um ihr erneut verliebt in die Augen zu blicken. Pläne waren notwendig. Wieder einmal. Belisarius fühlte das Gewicht auf seinem Herzen, da Skadi es magisch festhielt. Er wollte sich nicht von ihr trennen, nicht fortschicken und nicht loslassen, da sie alles war, was je diese Bedeutung für ihn haben konnte. Doch er wäre nicht der Mann, der er nun einmal war, wenn er jemals auf seine Gefühle hören würde, denn es zählte immer nur die Tat und die Absicht. Belisarius musste Skadi verwenden, nicht nur, weil sie sich anbot und dafür brannte, ihm dienstbar zu sein, sondern auch, weil sie als dunkle Kreatur eine Aufgabe in den Schatten brauchte, um der eigenen Weltsicht folgen zu können. Skadi brauchte die zukünftige Entschuldigung durch die Tat, wie Belisarius seine Absolution in der Ambition suchte und doch war dieser Augenblick voller Verlangen, die Zeit noch einmal zurück zu drehen, um nur ein Liebespaar zu sein. Nun waren sie wieder jene Kreaturen der dunklen Mächte, herabgerissen aus den falschen Himmeln; wieder verdorben und voller Aufgaben für ihre künftigen Tage.

Belisarius fühlte sich seltsam entrissen, reduziert und griff nach ihrer Hand, um diese erneut an seine Brust zu pressen. Sie hatte sich kerzengerade aufgerichtet, als sie wusste und aussprach, wohin ihre Mission sie führen würde. Eine Mission, die von bedeutender Wichtigkeit war und doch wäre diese Aufgabe so groß, dass nicht nur allein Sorge ihre Begleitung war. Der Kriegsherr versuchte ihre Körpersprache zu lesen, blickte ihre Augen folgsam an und erahnte ihre Gedanken und Sehnsüchte. Skadi war für ihn lesbar, wie ein Buch. Es gab nichts zu verbergen und so verbarg er seine Emotionen nicht und sie ebenso wenig die ihrigen. Wenn sie Pläne schmiedeten, sollte dies auf Augenhöhe geschehen und Belisarius enthielt er niemals absichtlich etwas vor - und dennoch war er als Teufel und sie als sein Todesengel durch eine unsichtbare Barriere getrennt, die jetzt wieder in ihr Leben kam. Sie war wieder nur willfährige Dienerin, die sich seiner Sache hingab; und genauso hingebungsvoll wollte er sein aber seine Ambition kannte nur eine Hingabe. Es war widersprüchlich, kompliziert und doch am Ende einfach: der Teufel diente sich selbst. Diese Erkenntnis verwehrte sich ihm noch und doch sein Herz fühlte bereits jene Reue, dass die Sehnsucht nach Skadi nicht Lüge aber anstandslos war. Belisarius würde sie entsenden, verwenden und sie in Gefahren werfen, obgleich er sie liebte und niemals verlieren wollte. Doch seine Ambition verlangten nach Missionen. Pläne innerhalb von Plänen waren ersonnen worden, um einen Krieg zu entfachen, der alles verändern konnte und sollte. Nicht nur seine Familie lebte davon, sondern er höchstselbst. Der Teufel brauchte seine Pein, seine Höllen und Qualen. Skadi hatte sich ausgeliefert, war ebenso verdorben worden und genoss jenes Feuer, welches sich bald entwickeln würde, denn es war Bewegung, stetige Veränderung und auch Neues. Der Todesengel liebte jene dunklen Abenteuer und auch das wusste Belisarius, dessen Meister - nebst Liebeshungriger - er war. Dämonen löschten keine Feuer, sondern entfachten sie. Ein liebevolles Lächeln verlor sich in seinem Gesicht, als die Pläne eine Aussprache verlangten und doch wollte er ihr noch Worte der Verbindung schenken, damit sie sich seiner sicher sein konnte. Es waren keine falschen Versprechungen, sondern in dieser verkehrten Welt alles, was er offen anbieten konnte:

"Du bist mein Leben. Wir teilen diese Welten und doch würde ich viel mehr alle Welten brennen lassen, um eine Ewigkeit für uns zu finden. Ich brauche dich..." Er näherte sich mit einer umschlingenden Armbewegung, um sie fest an sich zu pressen, um den Worten Gewicht zu geben. Er würde sie fest drücken, mehrfach Küsse in den Hals beißen, während seine Atmung sich ihrer angleichen würde. Belisarius wollte sie halten, wirklich halten, damit sie spüren konnte, dass sie nicht nur Todesengel war, sondern auch viel mehr als das. "Ich sehe dich und werde dich immer sehen," sprach er einen Gedanken aus, bevor er die Umarmung löste und ihre Worte stehen ließ, damit sie ihre eigenen Wirkmacht finden konnten. Zwei schaurige Gestalten der Schattenmächte hatten hier echte Schönheit gefunden, die noch vor die Pläne gestellt war. Erst jetzt konnte er offen sprechen, seine Pläne erörtern und wieder der Mann sein, der als Heermeister verrufen war. All jene grausame Absicht kehrte zurück und sein Gesicht fand wieder jene kühle Klugheit, die ihre eigene Ästhetik in sein Gesicht meißelte. Wieder wurde es kalt, so dass er sich die Decke über seinen Oberkörper zog. "Du wirst als berühmte Tänzerin und Unterhalterin nach Norsteading reisen und dort auf einen Kontakt treffen, der dich an den Hof schleusen wird. Du sollst Ariald umgarnen oder einen Fürsten, um dir das Vertrauen des gesamten Hofes zu erschleichen. Der Hof ist offen, wild und kennt nicht jene Grenzen, die unsere Höfe kennen. Er wird von deiner Anmut bezirzt sein und wenn nicht, sei dort und finde einen Mann aus Kreisen, die uns nützlich sind. Ich werde dir verschlüsselte Nachrichten und Aufträge schicken. Doch zunächst konzentriere dich darauf, deinen Platz dort zu finden und vielleicht etwas deiner lustvollen Kunst zu leben, die du so gut beherrscht." Mühsam raffte er sich auf, so dass die Decke von seinen Schultern zurückfiel. Ihm war etwas eingefallen, was mit dieser Aufgabe im Zusammenhang stand und von besonderer Bedeutung war.

"Warte, ich habe etwas für dich," sagte er und beugte sich zu seinem Waffengurt, an dem sich eine kleine Tasche befand. Er öffnete diese Tasche und zog einen kleinen Beutel hervor, den er ohne Weiteres an Skadi reichte und sich dann in die entspannte Position zurücksinken ließ. "Es ist ein Anhänger, den du tragen solltest und dir als Zeichen für die dortigen Kontakte dient," erklärte er und lächelte dann wieder liebevoll. Sobald sie den Beutel öffnen würde, würde sie einen kleinen Anhänger darin finden. Dieser war aus einem schwarzen Stein gefertigt, stark poliert und trug eine Herzform mit einigen aufgedrückten Runen, die im Lichte der Kerzen seltsam und fast okkult glimmten. "Ich lass dir mein Herz hier," sagte er und rückte etwas näher an Skadi heran. "Es ist ein Geschenk, was nicht nur Symbol für diese Aufgabe ist, sondern auch ein Symbol dafür, dass ich dir immer ein Zuhause sein werde und du immer zu mir finden kannst, da du bereits mein Herz bei dir trägst," meinte er mit zwei glasigen Augen, die sich fast abmühten liebevolle Tränen zu schenken aber daran versagten. "Noch dazu wird es dir helfen, meine Briefe zu entziffern und mit mir zu kommunizieren," ergänzte er und strich ihr dann sanft über die rechte Schulter, wobei er nur seine Fingerspitzen bemühte, um sich auch ein wohliges Gefühl von ihrer Haut zu stehlen. Wenigstens das konnte er noch einpflegen, wenn es nun darum ging, seine Agentin auf eine Mission zu entsenden, die nicht zwingend eine Wiederkehr verheißen konnte. Belisarius wollte sich diesem Gedanken noch nicht stellen aber unterbewusst war ihm klar, dass er immer seiner eigenen Sache dienen musste. Aufmerksam versuchte er ihre Reaktionen zu erhaschen, sie zu deuten und zu verstehen, was in ihr vorging. Der Teufel war ganz und gar bei seinem Todesengel. Beide hatten sich verloren, in dieses furchtbare Leben.
Neues Inplayzitat
Inplayzitat hinzufügen
Zitat
Folgendes Zitat wird als denkwürdiger Inplay-Moment eingetragen.
 


Nachrichten in diesem Thema
Anything at all - von Belisarius Caderitor - 05-05-2024, 01:04
RE: Anything at all - von Skadi Lykgaard - 08-05-2024, 22:42
RE: Anything at all - von Belisarius Caderitor - 09-05-2024, 14:32
RE: Anything at all - von Skadi Lykgaard - 15-05-2024, 22:46
RE: Anything at all - von Belisarius Caderitor - 11-06-2024, 00:53
RE: Anything at all - von Skadi Lykgaard - 23-06-2024, 23:46
RE: Anything at all - von Belisarius Caderitor - 05-07-2024, 00:11
RE: Anything at all - von Skadi Lykgaard - 14-07-2024, 22:20
RE: Anything at all - von Belisarius Caderitor - 21-07-2024, 20:19
RE: Anything at all - von Skadi Lykgaard - 28-07-2024, 21:31
RE: Anything at all - von Belisarius Caderitor - 13-09-2024, 22:28
RE: Anything at all - von Skadi Lykgaard - 23-09-2024, 22:10
RE: Anything at all - von Belisarius Caderitor - 18-11-2024, 00:58
RE: Anything at all - von Skadi Lykgaard - 18-12-2024, 23:56

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste