10-12-2024, 23:46 - Wörter:
Ach, wie neugierig konnte Aurelia sein! Das mochte Skadi irgendwie, denn es zeugte doch eigentlich davon, dass sich die Freundin nicht nur für die Erfüllung ihrer eigenen, fleischlichen Genüsse interessierte, wenn auch sicherlich vorwiegend, aber eben nicht nur. Skadi konnte sich fast vorstellen, wie zu Hause bei Marsilis die Eltern das junge Mädchen tadelten, weil es – so vermutete sie einfach mal – sich Aurelia wahrscheinlich gar nicht so sehr um die Taverne kümmerte, wie es die Eltern wohl gern hätten. Skadi musste sich fest anstrengen den eingehend prüfenden Blick der Freundin nicht einfach mit einem schallenden Lachen zu quittieren. Wenn sie sich noch mehr anstrengte, würde das hübsche Köpfchen etwa noch bersten wie eine Seifenblase! Das wäre wirklich viel zu schade! Was täten dann die lüsternen Hafenarbeiter? Das konnte man ihnen doch nicht antun! Als sich das Thema aber dann mit möglichen Reisen beschäftigte, erfasste Skadi doch ein wenig Wehmut. Sollte sie oder sollte sie nicht? Unschlüssig presste sie die Lippen fest zusammen, haderte mit sich und entschied sich dann doch sich auf die Zunge zu beißen und den Mund zu halten. Der fröhliche Augenblick musste nicht durch Neid und Abschied zerstört werden. Aurelia würde schon früh genug bemerken, dass ihre Freundin nicht mehr zu fassen war.
“Warum denn gerade das Herbstland? Ich weiß nicht, irgendwie kommen mir die Leute dort immer so ein wenig rückständig und komisch vor. Die mit ihrer alten Religion, dauernd im Wald rumrennen und irgendwelchen Geistern huldigen. Also für mich ist das nichts. Dann lieber das Winterland, die sind wenigstens lustige Wilde! Wobei, dort ist es wirklich saukalt. Brrr!“ nungut, einen kleinen Hinweis könnte sie ja fallen lassen. “Ja, das Frühlingsland ist nun für die nächsten Monate, wenn nicht Jahre, wohl Sperrzone. Ich will es mir sicherlich nicht verscherzen und mich etwa auf die falsche Seite schlagen. Nein nein, was geht mich der Krieg an. Ich bleib dem lieber fern!“ Wenn Aurelia nur wüsste.
Dankbar nahm Skadi den Ortswechsel an. Die gleißende Mittagssonne war mittlerweile wirklich kaum zu ertragen. Ach, Aurelia beschäftigte sich immer noch mit diesem… wie hieß er noch gleich? Skadi hatte den Namen längst wieder vergessen. “Na, erzähl mir jetzt nicht, dass du nicht geschickt zu fragen oder zu plaudern weißt, um an die wichtigsten Informationen zu kommen, ohne dass es auffällt! Ich glaub ja eher, dass du so gierig warst, dass es dich gar nicht interessiert hat. Gibs zu, du hast vermutlich kaum drei Worte mit ihm gewechselt, oder?“ grinste Skadi breit. “Und selbst wenn er einen Ring gehabt hätte, hättest du den knackigen Po wohl nicht von der Bettkante gestoßen, nicht wahr?“ Beruhigend legte Skadi der Freundin während des Gehens kurz einen Arm um die Schulter und drückte sie an sich. “Pass nur auf, dass nicht mal du mit Kindergeschrei gestraft wirst, meine Liebe, hm? ein Segen wäre eine ungewollte Schwangerschaft sicherlich nicht und eine Entfernung einer solchen wäre höchst riskant!
“Du, bei mir gibt es nicht viel Neues, muss ich ehrlich sagen. Ich bin schon gespannt auf unsere neue Prinzessin. Aus dem Sommerland! Warum gerade von dort, keine Ahnung, aber bitte. Aber schon irgendwie komisch, dass sie zuerst Orpheus verheiraten und nicht den Kronprinzen. Dem tät eine Ehefrau gut tun, dann treibt er sich nicht so flatterhaft herum, wenn sie ihn an die Kandare nimmt! Wenn sich keine findet, ich nehm ihn gern und richt ihm die Wadeln gerade!“ lachte Skadi und behielt es lieber für sich, dass sich sogar schon Leandros in ihre Gemächer verirrt hatte. “Sag, gehen wir auf die Feierlichkeiten der Hochzeit? Allein geh ich nicht, aber wenn du mitkommst, täts mich freuen!“ stubste sie Aurelia in die Seite. Mittlerweile waren sie im Park angekommen. Skadi steuerte die erstbeste Bank im Schatten eines Baumes an und ließ sich erleichtert über die angenehme Kühle darauf nieder. “Da gibt es sicherlich genug ausgelassene Kerle, die erobert werden wollen!" wobei, ehrlich gesagt, hoffte Skadi nur darauf einen zu treffen. Belisarius. Und doch war sie sich ziemlich sicher, dass seine aufgaben ihm kaum ein Vergnügen abseits des Palastes erlauben würden. Ihm zufällig oder absichtlich auf der Straße über den Weg zu laufen war ein schöner, aber utopischer Gedanke. “Ich werd Madame Iulia schon beibringen, dass es sich wohl kaum lohnt im Bordell auf Freier zu warten. Die finden auch billigen Genuss anderswo. Und ich will nicht im Zimmer versauern."
“Warum denn gerade das Herbstland? Ich weiß nicht, irgendwie kommen mir die Leute dort immer so ein wenig rückständig und komisch vor. Die mit ihrer alten Religion, dauernd im Wald rumrennen und irgendwelchen Geistern huldigen. Also für mich ist das nichts. Dann lieber das Winterland, die sind wenigstens lustige Wilde! Wobei, dort ist es wirklich saukalt. Brrr!“ nungut, einen kleinen Hinweis könnte sie ja fallen lassen. “Ja, das Frühlingsland ist nun für die nächsten Monate, wenn nicht Jahre, wohl Sperrzone. Ich will es mir sicherlich nicht verscherzen und mich etwa auf die falsche Seite schlagen. Nein nein, was geht mich der Krieg an. Ich bleib dem lieber fern!“ Wenn Aurelia nur wüsste.
Dankbar nahm Skadi den Ortswechsel an. Die gleißende Mittagssonne war mittlerweile wirklich kaum zu ertragen. Ach, Aurelia beschäftigte sich immer noch mit diesem… wie hieß er noch gleich? Skadi hatte den Namen längst wieder vergessen. “Na, erzähl mir jetzt nicht, dass du nicht geschickt zu fragen oder zu plaudern weißt, um an die wichtigsten Informationen zu kommen, ohne dass es auffällt! Ich glaub ja eher, dass du so gierig warst, dass es dich gar nicht interessiert hat. Gibs zu, du hast vermutlich kaum drei Worte mit ihm gewechselt, oder?“ grinste Skadi breit. “Und selbst wenn er einen Ring gehabt hätte, hättest du den knackigen Po wohl nicht von der Bettkante gestoßen, nicht wahr?“ Beruhigend legte Skadi der Freundin während des Gehens kurz einen Arm um die Schulter und drückte sie an sich. “Pass nur auf, dass nicht mal du mit Kindergeschrei gestraft wirst, meine Liebe, hm? ein Segen wäre eine ungewollte Schwangerschaft sicherlich nicht und eine Entfernung einer solchen wäre höchst riskant!
“Du, bei mir gibt es nicht viel Neues, muss ich ehrlich sagen. Ich bin schon gespannt auf unsere neue Prinzessin. Aus dem Sommerland! Warum gerade von dort, keine Ahnung, aber bitte. Aber schon irgendwie komisch, dass sie zuerst Orpheus verheiraten und nicht den Kronprinzen. Dem tät eine Ehefrau gut tun, dann treibt er sich nicht so flatterhaft herum, wenn sie ihn an die Kandare nimmt! Wenn sich keine findet, ich nehm ihn gern und richt ihm die Wadeln gerade!“ lachte Skadi und behielt es lieber für sich, dass sich sogar schon Leandros in ihre Gemächer verirrt hatte. “Sag, gehen wir auf die Feierlichkeiten der Hochzeit? Allein geh ich nicht, aber wenn du mitkommst, täts mich freuen!“ stubste sie Aurelia in die Seite. Mittlerweile waren sie im Park angekommen. Skadi steuerte die erstbeste Bank im Schatten eines Baumes an und ließ sich erleichtert über die angenehme Kühle darauf nieder. “Da gibt es sicherlich genug ausgelassene Kerle, die erobert werden wollen!" wobei, ehrlich gesagt, hoffte Skadi nur darauf einen zu treffen. Belisarius. Und doch war sie sich ziemlich sicher, dass seine aufgaben ihm kaum ein Vergnügen abseits des Palastes erlauben würden. Ihm zufällig oder absichtlich auf der Straße über den Weg zu laufen war ein schöner, aber utopischer Gedanke. “Ich werd Madame Iulia schon beibringen, dass es sich wohl kaum lohnt im Bordell auf Freier zu warten. Die finden auch billigen Genuss anderswo. Und ich will nicht im Zimmer versauern."
