28-07-2025, 12:09 - Wörter:
Er wirkte so gehetzt, dass sich ein leiser, amüsierter Glanz in die hellen Augen der Prinzessin legte. Ihr Großcousin war für viele sicher das Bild eines Mannes, des einen Mannes. Groß, breit gebaut und mit den strengen Linien im Gesicht, die darauf hindeuteten, dass er schwierige Entscheidungen traf. Für Desdemona war er in mancher Hinsicht ein Vorbild gewesen. Vielleicht war es gut, dass sie sich vor dem Krieg noch einmal sahen – wer wusste schon, ob er zurückkehren würde? Ähnlich wie Leandros oder Orpheus. Die Möglichkeit bestand, dass alle drei starben. Wer dann auf dem Thron Castandors sitzen würde, wusste sie nicht auf Anhieb. Zephyrs winterländischer Wildling hatte ihm schließlich noch kein Kind geschenkt und beide wurden nicht jünger.
Seine Begrüßung entlockte ihr ein sanftes Lächeln – weich, doch mit dem Anflug jener gefährlichen Selbstsicherheit, die ebenso gut einer Wölfin hätte gehören können. Mit müheloser Eleganz passte sie sich seinem Schritt an, ihre Bewegungen von jener geschulten Grazie, die sich nur schwer von angeborenem Hochmut trennen ließ. Gemeinsam durchquerten sie die Korridore des Palasts, deren hohe Wände die Schritte ihrer Stiefel in stiller Ehrfurcht widerhallen ließen. „Es ist immer wieder schön zu wissen, dass Ihr ein offenes Ohr für mich habt“, sagte sie mit gespielter Erleichterung, ihre Stimme eine Mischung aus Wärme und berechnender Milde. Ihre Hände verschränkten sich ineinander, und für einen Moment hob sie den Blick zu ihm – ein Seitenblick, flüchtig und doch so gezielt wie ein Dolchstoß zwischen die Rippen.
Sie folgte seinem Umweg mit einem kaum merklichen Nicken, der gleichsam Zustimmung wie Wachsamkeit ausdrückte. Ihre Schritte blieben ruhig trotz des Tempos, die Haltung aufrecht, doch in ihrem Blick lag ein Flimmern – ein Zeichen innerer Bewegung hinter der perfekt kontrollierten Fassade. „Mich würden Eure Gedanken zu dem neuen Sommerkönig interessieren“, begann sie, die Stimme ruhig, beinahe beiläufig, als wolle sie ihn nicht drängen – und doch lag ein gezielter Unterton darin, der keinen Zweifel daran ließ, dass sie seine Einschätzung nicht nur wünschte, sondern als Prüfstein betrachtete.
„Und zu unserer Absage zur Krönung…“, fuhr sie leiser fort, wobei sich ihre Lippen zu einem nachdenklichen Ausdruck verzogen, der mehr über ihre eigene Unzufriedenheit verriet, als sie es vielleicht beabsichtigt hatte. Ihre Augen ruhten fest auf ihm, während sie die nächsten Schritte durch die langen Hallen setzten – abwartend, tastend, und bereit, auf jede Regung in seiner Miene zu reagieren.
Seine Begrüßung entlockte ihr ein sanftes Lächeln – weich, doch mit dem Anflug jener gefährlichen Selbstsicherheit, die ebenso gut einer Wölfin hätte gehören können. Mit müheloser Eleganz passte sie sich seinem Schritt an, ihre Bewegungen von jener geschulten Grazie, die sich nur schwer von angeborenem Hochmut trennen ließ. Gemeinsam durchquerten sie die Korridore des Palasts, deren hohe Wände die Schritte ihrer Stiefel in stiller Ehrfurcht widerhallen ließen. „Es ist immer wieder schön zu wissen, dass Ihr ein offenes Ohr für mich habt“, sagte sie mit gespielter Erleichterung, ihre Stimme eine Mischung aus Wärme und berechnender Milde. Ihre Hände verschränkten sich ineinander, und für einen Moment hob sie den Blick zu ihm – ein Seitenblick, flüchtig und doch so gezielt wie ein Dolchstoß zwischen die Rippen.
Sie folgte seinem Umweg mit einem kaum merklichen Nicken, der gleichsam Zustimmung wie Wachsamkeit ausdrückte. Ihre Schritte blieben ruhig trotz des Tempos, die Haltung aufrecht, doch in ihrem Blick lag ein Flimmern – ein Zeichen innerer Bewegung hinter der perfekt kontrollierten Fassade. „Mich würden Eure Gedanken zu dem neuen Sommerkönig interessieren“, begann sie, die Stimme ruhig, beinahe beiläufig, als wolle sie ihn nicht drängen – und doch lag ein gezielter Unterton darin, der keinen Zweifel daran ließ, dass sie seine Einschätzung nicht nur wünschte, sondern als Prüfstein betrachtete.
„Und zu unserer Absage zur Krönung…“, fuhr sie leiser fort, wobei sich ihre Lippen zu einem nachdenklichen Ausdruck verzogen, der mehr über ihre eigene Unzufriedenheit verriet, als sie es vielleicht beabsichtigt hatte. Ihre Augen ruhten fest auf ihm, während sie die nächsten Schritte durch die langen Hallen setzten – abwartend, tastend, und bereit, auf jede Regung in seiner Miene zu reagieren.
