Vor 7 Stunden - Wörter:
Da war er also, dieser prüfende Blick, schwer wie ein Gewicht zwischen den Schulterblättern. Mira spürte ihn, noch bevor seine Worte fielen. Sie hatte diesen Blick schon einmal gesehen, oft genug sogar. Menschen, die entschieden, ob man es wert war, mitzuschleppen zu werden. Ob man nützlich war oder Ballast. Ihr Magen zog sich kurz zusammen, reflexhaft, doch sie ließ sich nichts davon anmerken. Sie blieb stehen, sah auf den Boden vor ihren Füßen, als hätte sie genau dort etwas gesucht und nicht etwa versucht, ihre Atmung unter Kontrolle zu halten.
Seine Worte trafen sie nicht unerwartet. Sie waren scharf, ja, aber nicht neu. Kritik hatte viele Gesichter, und dieses hier war zumindest ehrlich in seiner Abneigung. Mira richtete sich langsam auf und sah ihn an, nicht herausfordernd, nicht entschuldigend. Einfach so, als würde sie ihn zur Kenntnis nehmen. Ihr Blick war ruhig, vielleicht ein wenig zu ruhig für jemanden, der gerade auseinandergenommen wurde.
Natürlich wusste sie, dass er recht hatte. Zumindest in Teilen. Sie konnte keine Fährten lesen, nicht wirklich. Sie wusste, was ein Dolch theoretisch tat, aber nicht, wie er sich in einer echten Situation verhielt. Ihr Herz schlug schneller bei dem Gedanken, und irgendwo tief in ihr regte sich der alte Impuls, einen Schritt zurückzutreten, Abstand zu schaffen, einen Fluchtweg zu suchen. Sie unterdrückte ihn. Flucht war keine Option mehr. Nicht jetzt.
„Nein“, sagte sie schließlich und ließ den Blick kurz dorthin gleiten, wo er hingedeutet hatte, auf den aufgewühlten Boden. „Fährtenlesen gehört nicht zu dem, was ich gut kann.“ Kein Rechtfertigen, kein Erklären. Nur eine Feststellung. Sie verschränkte die Hände locker vor sich, als wäre das hier ein Gespräch und kein Test.
Einen Moment schwieg sie, musterte ihn ebenso offen, wie er sie musterte. „Aber ich lerne schnell“, fügte sie hinzu, sachlich, beinahe beiläufig. „Und ich weiß, wann ich besser nicht im Weg stehe.“ Ein Hauch von etwas lag in ihrer Stimme, kein Trotz, kein Spott. Eher ein leiser Hinweis darauf, dass sie mehr verstand, als sie zeigte. Sie trat einen Schritt zur Seite, machte den Weg frei, ein stilles Zeichen dass er es ihr zeigen konnte.
Dass er sie testen wollte, war ihr klar. Dass er vielleicht hoffte, sie würde brechen, ebenfalls. Mira hielt stand, nicht aus Mut, sondern aus Gewohnheit. Sie hatte gelernt, dass man manchmal einfach stehen blieb und wartete, bis der Sturm vorüberzog.
Seine Worte trafen sie nicht unerwartet. Sie waren scharf, ja, aber nicht neu. Kritik hatte viele Gesichter, und dieses hier war zumindest ehrlich in seiner Abneigung. Mira richtete sich langsam auf und sah ihn an, nicht herausfordernd, nicht entschuldigend. Einfach so, als würde sie ihn zur Kenntnis nehmen. Ihr Blick war ruhig, vielleicht ein wenig zu ruhig für jemanden, der gerade auseinandergenommen wurde.
Natürlich wusste sie, dass er recht hatte. Zumindest in Teilen. Sie konnte keine Fährten lesen, nicht wirklich. Sie wusste, was ein Dolch theoretisch tat, aber nicht, wie er sich in einer echten Situation verhielt. Ihr Herz schlug schneller bei dem Gedanken, und irgendwo tief in ihr regte sich der alte Impuls, einen Schritt zurückzutreten, Abstand zu schaffen, einen Fluchtweg zu suchen. Sie unterdrückte ihn. Flucht war keine Option mehr. Nicht jetzt.
„Nein“, sagte sie schließlich und ließ den Blick kurz dorthin gleiten, wo er hingedeutet hatte, auf den aufgewühlten Boden. „Fährtenlesen gehört nicht zu dem, was ich gut kann.“ Kein Rechtfertigen, kein Erklären. Nur eine Feststellung. Sie verschränkte die Hände locker vor sich, als wäre das hier ein Gespräch und kein Test.
Einen Moment schwieg sie, musterte ihn ebenso offen, wie er sie musterte. „Aber ich lerne schnell“, fügte sie hinzu, sachlich, beinahe beiläufig. „Und ich weiß, wann ich besser nicht im Weg stehe.“ Ein Hauch von etwas lag in ihrer Stimme, kein Trotz, kein Spott. Eher ein leiser Hinweis darauf, dass sie mehr verstand, als sie zeigte. Sie trat einen Schritt zur Seite, machte den Weg frei, ein stilles Zeichen dass er es ihr zeigen konnte.
Dass er sie testen wollte, war ihr klar. Dass er vielleicht hoffte, sie würde brechen, ebenfalls. Mira hielt stand, nicht aus Mut, sondern aus Gewohnheit. Sie hatte gelernt, dass man manchmal einfach stehen blieb und wartete, bis der Sturm vorüberzog.

