04-04-2024, 21:22 - Wörter:
Manchmal war es tatsächlich nicht so einfach mit dem Fürsten von Ishcateslieve unter einem Dach zu leben, neigte dieser doch hin und wieder zu jähzornigen Ausbrüchen. Gareth hatte früh gelernt, in Deckung zu gehen oder sich rechtzeitig aus dem Staub zu machen, wenn sich eine Gewitterwolke zusammenbraute. Seine Stärke war es aber auch, recht schnell einzuschätzen, wie Menschen tickten und das dementsprechend zu nutzen. Und um einem wütenden Tiarnan aus dem Weg zu gehen.
Leider traf es dann meistens Rory, wenn dieser etwas tat, was seinem Vater missfiel. Oder Rory seinen Unmut über etwas äußerte, was ihm missfiel. Das wiederum ging dann seinem Vater gegen den Strich und es schaukelte sich hoch, bis es zwischen den beiden eskalierte. Sie waren sich wahrscheinlich einfach zu ähnlich in manchen Dingen. Doch Rory war eben auch niemand, der dem Konflikt dann aus dem Weg ging oder zumindest es so geschickt anstellte, dass nicht gleich alle Hinweise auf ihn wiesen. So auch an diesem Morgen, als es darum ging, dass dem Fürsten das Essen nicht schmeckte oder er eben schlechte Laune hatte, was er wiederum an seinen Kindern ausließ.
Gareth hatte schon beim letzten Mal nur nebenbei erwähnt, dass man Tiarnan was ins Essen mischen könnte, was er nicht vertrug und er somit den Rest des Tages und vielleicht auch den nächsten Tag mit Bauchkrämpfen im Bett lag. Dann hätten sie zumindest beim Essen ihre Ruhe. Das hatte Rory so gefallen, dass er seinen Ziehbruder so lange damit genervt hatte, bis ihm dieser verschwörerisch einen Beutel mit Pulver zusteckte, ohne zu verraten was drin war. Die Zeit bei den Druiden hatte auch dahingehend was Gutes für ihn gebracht, dass Gareth noch ein paar Kräuter kannte, die nützlich für gewisse Dinge waren.
Rory hatte auch die nächste Gelegenheit genutzt, um seinem Vater das Pulver in das Essen und in sein Getränk zu mischen. Doch hatten beide nicht damit gerechnet, dass es erstens bestialisch stank und einen ausgeprägten bitteren Geschmack aufwies, was Tiarnan natürlich sofort beim ersten Bissen auffiel. Und wen verdächtigte er natürlich? Seinen Sohn. Was dieser sofort mit einer saftigen Ohrfeige noch an Ort und Stelle bezahlte
Während der Sohn der Hohepriesterin sich dezent vom Acker, sprich Raum, machte und die nächste halbe Stunde untertauchte, war im ganzen Palast das Gebrüll von Vater und Sohn zu hören. Gareth hatte sich derweil in die Küche begeben, um in Ruhe essen zu können. Irgendwann war das Geschrei verstummt, er wartete noch eine Weile und schlenderte dann betont langsam Richtung königlicher Gemächer. Doch da nichts mehr zu hören war, ging Gareth davon aus, dass die Wut zumindest weitestgehend verraucht war und Rory sich wohl in seinem Zimmer befand. Die Tür war geschlossen, sodass der blonde junge Mann sein Ohr an das Holz presste, jedoch nicht wirklich etwas aus dem Inneren hören konnte.
Er klopfte an die Tür und horchte auf ein Geräusch aus dem Zimmer. „Rory? Bist du da?“, fragte Gareth und klopfte erneut.
Leider traf es dann meistens Rory, wenn dieser etwas tat, was seinem Vater missfiel. Oder Rory seinen Unmut über etwas äußerte, was ihm missfiel. Das wiederum ging dann seinem Vater gegen den Strich und es schaukelte sich hoch, bis es zwischen den beiden eskalierte. Sie waren sich wahrscheinlich einfach zu ähnlich in manchen Dingen. Doch Rory war eben auch niemand, der dem Konflikt dann aus dem Weg ging oder zumindest es so geschickt anstellte, dass nicht gleich alle Hinweise auf ihn wiesen. So auch an diesem Morgen, als es darum ging, dass dem Fürsten das Essen nicht schmeckte oder er eben schlechte Laune hatte, was er wiederum an seinen Kindern ausließ.
Gareth hatte schon beim letzten Mal nur nebenbei erwähnt, dass man Tiarnan was ins Essen mischen könnte, was er nicht vertrug und er somit den Rest des Tages und vielleicht auch den nächsten Tag mit Bauchkrämpfen im Bett lag. Dann hätten sie zumindest beim Essen ihre Ruhe. Das hatte Rory so gefallen, dass er seinen Ziehbruder so lange damit genervt hatte, bis ihm dieser verschwörerisch einen Beutel mit Pulver zusteckte, ohne zu verraten was drin war. Die Zeit bei den Druiden hatte auch dahingehend was Gutes für ihn gebracht, dass Gareth noch ein paar Kräuter kannte, die nützlich für gewisse Dinge waren.
Rory hatte auch die nächste Gelegenheit genutzt, um seinem Vater das Pulver in das Essen und in sein Getränk zu mischen. Doch hatten beide nicht damit gerechnet, dass es erstens bestialisch stank und einen ausgeprägten bitteren Geschmack aufwies, was Tiarnan natürlich sofort beim ersten Bissen auffiel. Und wen verdächtigte er natürlich? Seinen Sohn. Was dieser sofort mit einer saftigen Ohrfeige noch an Ort und Stelle bezahlte
Während der Sohn der Hohepriesterin sich dezent vom Acker, sprich Raum, machte und die nächste halbe Stunde untertauchte, war im ganzen Palast das Gebrüll von Vater und Sohn zu hören. Gareth hatte sich derweil in die Küche begeben, um in Ruhe essen zu können. Irgendwann war das Geschrei verstummt, er wartete noch eine Weile und schlenderte dann betont langsam Richtung königlicher Gemächer. Doch da nichts mehr zu hören war, ging Gareth davon aus, dass die Wut zumindest weitestgehend verraucht war und Rory sich wohl in seinem Zimmer befand. Die Tür war geschlossen, sodass der blonde junge Mann sein Ohr an das Holz presste, jedoch nicht wirklich etwas aus dem Inneren hören konnte.
Er klopfte an die Tür und horchte auf ein Geräusch aus dem Zimmer. „Rory? Bist du da?“, fragte Gareth und klopfte erneut.
